Brief einer Unbekannten (1948)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Max Ophüls |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1948-04-28 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (348 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wien, um 1900. Der Pianist Stefan Brand führt ein leichtlebiges Dasein, doch nun droht ihm ein Duell, und er will die Stadt fluchtartig verlassen. Gerade in diesem Moment überreicht ihm sein Diener einen Brief, geschrieben von einer Frau, die er nicht kennt.
Die Verfasserin liegt im Sterben. In ihrem Schreiben erzählt sie, dass sie Stefan schon als Teenager geliebt hat. Als junge Frau habe sie eine kurze Affäre mit ihm gehabt und sei von ihm schwanger geworden. Selbst später, als verheiratete Frau, wäre sie bereit gewesen, ihre Familie für ihn aufzugeben.
Doch Stefan hat sie nicht wiedererkannt. Während er die Zeilen liest, entfaltet sich ein Leben, das ganz um ihn kreiste, ohne dass er davon etwas bemerkt hat. Tief getroffen wendet er sich schließlich an seinen Diener und will wissen, wie die Frau hieß.
Entstehungsgeschichte
Max Ophüls inszenierte den Film im Jahr 1948, im Original heißt er Letter from an Unknown Woman. Joan Fontaine und Louis Jourdan tragen die Handlung, Mady Christians und Marcel Journet ergänzen die Besetzung. Die Konzentration auf zwei zentrale Namen entspricht einer Geschichte, die sich um die Beziehung zweier Menschen dreht.
Hinter den Kulissen
Als Verbindung von Drama und Liebesfilm erzählt das Werk von einer großen Liebe, die einseitig bleibt. Der anonyme Brief bildet den Rahmen: Er setzt eine Rückschau in Gang, in der die Vergangenheit Stück für Stück zutage tritt.
Im Zentrum steht das Motiv der Ignoranz. Die Tragik liegt nicht in einem äußeren Hindernis, sondern darin, dass Stefan die Frau, die ihn ein Leben lang geliebt hat, schlicht übersehen hat. Das Duell, vor dem er fliehen will, verleiht der Rahmenhandlung zusätzliche Dringlichkeit. Wien als Schauplatz gibt der Geschichte eine elegante, zugleich melancholische Kulisse.
Einordnung & Wirkung
Das Publikum bewertet den Film mit durchschnittlich 7,8 von 10 Punkten, auf Grundlage einiger hundert Stimmen. Das ist ein hohes Ergebnis, zumal für einen Film dieses Alters.
78 Jahre nach seiner Entstehung gehört der Film zu jenen Liebesdramen, die ihre Wirkung aus Zurückhaltung und Rückblick beziehen. Im Genre steht er für die melancholische Erzählung von einer Liebe, die ihr Gegenüber nie erreicht hat.
Bilder








Besetzung & Stab
- Joan Fontaine als Lisa Berndle
- Louis Jourdan als Stefan Brand
- Mady Christians als Frau Berndle
- Marcel Journet als Johann Stauffer
- Art Smith als John
- Carol Yorke als Marie
- Howard Freeman als Herr Kastner
- John Good als Lt. Leopold von Kaltnegger
- Leo B. Pessin als Stefan Jr.
- Erskine Sanford als Porter
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Verfügbarkeit
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