Madame de… (1953)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Max Ophüls |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1953-04-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (262 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Louise, Ehefrau des Grafen André, verkauft heimlich ein Paar Ohrringe, um Schulden zu begleichen, die sie ihrem Mann verschweigt. Damit setzt sie eine Kette von Besitzwechseln in Gang: Die Ohrringe wandern von Hand zu Hand, bis sie schließlich beim Grafen Franco Donati landen. Dieser verliebt sich in Louise und macht ihr die Ohrringe zum Liebesgeschenk. Was als kleine Notlüge begann, verdichtet sich zu einer Angelegenheit von Ehre und Gefühl, die zwischen dem Ehemann und dem Verehrer in einem Duell mündet. Die Geschichte kreist um ein einziges Objekt, das Zuneigung, Täuschung und gesellschaftliche Konvention miteinander verknüpft.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1953 unter der Regie von Max Ophüls. Die Hauptrollen übernehmen Charles Boyer als Graf André, Danielle Darrieux als Louise, Vittorio De Sica als Graf Franco Donati und Jean Debucourt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier nicht als große Leidenschaft, sondern als feines Geflecht aus Andeutungen, Verzicht und gesellschaftlichem Schein. Dass ein Schmuckstück zum eigentlichen Träger der Handlung wird, verweist auf eine Erzählweise, die Gefühle nicht direkt benennt, sondern an Gegenständen und deren Kreislauf sichtbar macht. Die Besetzung mit Darstellern aus Frankreich und Italien passt zu einer Geschichte, die in einer gehobenen, internationalen Gesellschaft angesiedelt ist, in der Höflichkeit und Verstellung eng beieinanderliegen. Der Umweg der Ohrringe durch mehrere Hände erlaubt es, verschiedene Perspektiven auf Liebe, Besitz und Verlust zu entfalten, ohne dass die Erzählung ihren Ausgangspunkt verlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis steht der Film für ein Publikum, das ihn kennt, ohne breit diskutiert zu werden. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1953 und heute liegen über sieben Jahrzehnte, was die Distanz zu den gesellschaftlichen Verhältnissen erklärt, die die Handlung voraussetzt. Innerhalb des Liebesfilms nimmt er eine Position ein, die weniger auf große Gesten setzt als auf die leisen Verschiebungen zwischen den Figuren, getragen von einer Besetzung, die den unterschiedlichen Positionen im Dreiecksverhältnis jeweils eigenes Gewicht gibt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Charles Boyer als Général André de...
- Danielle Darrieux als Comtesse Louise de...
- Vittorio De Sica als Baron Fabrizio Donati
- Jean Debucourt als Monsieur Rémy
- Jean Galland als Monsieur de Bernac
- Mireille Perrey als La Nourrice
- Paul Azaïs als Le premier cocher
- Jacques Josselin
- Hubert Noël als Henri de Maleville
- Lia Di Leo als Lola
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Verfügbarkeit
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