Der Reigen (1950)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Max Ophüls |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Komödie, Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1950-09-27 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (146 Stimmen) |
Worum es geht
Der Reigen erzählt keine einzelne Geschichte, sondern eine Kette von Begegnungen. Ein Straßenmädchen lässt sich auf einen Soldaten ein, der Soldat verführt ein Zimmermädchen, das Zimmermädchen lässt sich von einem jungen Mann aus gutem Haus umwerben. Von dort führt die Kette weiter zu einer verheirateten Frau, deren Ehemann sich mit einer Näherin einlässt, die wiederum einen Schriftsteller inspiriert. Der Schriftsteller liebt eine berühmte Schauspielerin, die sich jedoch einem Grafen zuwendet – und der Graf schließlich verbringt die Nacht mit demselben Straßenmädchen, mit dem der Reigen begann. So schließt sich ein Kreis, der Figuren aus ganz unterschiedlichen sozialen Schichten miteinander verknüpft, ohne dass eine von ihnen die Kette als Ganzes überblickt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1950 und liegt unter der Regie von Max Ophüls vor. Zur Besetzung gehören Adolf Wohlbrück, Simone Signoret, Serge Reggiani und Simone Simon. Die Freigabe ist mit 18 Jahren angegeben.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion aus verketteten Paarbegegnungen macht die Anlage des Films aus: Jede Figur taucht in zwei Episoden auf, einmal als verführende, einmal als verführte Partei, wodurch sich Standesunterschiede und Rollen ständig verschieben. Die Kombination aus Liebesfilm, Komödie und Drama erlaubt es, dieselbe Situation – Anbahnung, Verführung, Trennung – immer wieder neu zu beleuchten, mal komisch, mal ernst. Dass die Kette am Ende zur Ausgangsfigur zurückkehrt, verweist auf eine kreisförmige Erzählordnung, in der soziale Herkunft weniger zählt als das wiederkehrende Muster von Anziehung und Weiterreichen. Die vier genannten Darsteller decken damit ein Spektrum an Figuren ab, das vom einfachen Milieu bis in gehobene Kreise reicht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber zahlenmäßig begrenztes Bild ab. Seit der Entstehung 1950 sind mittlerweile über sieben Jahrzehnte vergangen, was den Film als frühes Beispiel für die Verschränkung von Liebesfilm, Komödie und Drama in Episodenform erscheinen lässt. Innerhalb dieser Genremischung markiert die kreisförmige Erzählstruktur eine eigenständige Herangehensweise an das Thema wechselnder Liebesbeziehungen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anton Walbrook als Raconteur - le meneur de jeu
- Simone Signoret als Léocadie, la prostitutée
- Serge Reggiani als Franz, le soldat
- Simone Simon als Marie, la femme de chambre
- Daniel Gélin als Alfred, le jeune homme
- Fernand Gravey als Charles Breitkopf, son mari
- Gérard Philipe als Le comte
- Danielle Darrieux als Emma Breitkopf, la femme mariée
- Jean-Louis Barrault als The Poet
- Odette Joyeux als Anna, la grisette
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Verfügbarkeit
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