Das Versprechen (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Dardenne |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-08-07 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (188 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Igor ist fünfzehn und arbeitet mit seinem Vater Roger in den Außenbezirken von Lüttich. Ihr Geschäft besteht aus Wohnungsvermietung und dem Verschieben illegaler Arbeitskräfte, gestützt auf Tricks, Lügen und Betrug. Der Junge wächst in diese Praxis hinein, ohne sie zu hinterfragen. Ein Unfall bringt das Gefüge ins Wanken: Einer der illegal Beschäftigten verletzt sich bei der Arbeit und bittet Igor kurz darauf, sich um seine Frau und sein Kind zu kümmern. Igor gibt dieses Versprechen. Damit steht er vor einer Entscheidung, die ihn zwingt, zwischen der Loyalität zu seinem Vater und der Verantwortung für zwei Fremde zu wählen. Wie sich diese Entscheidung auflöst, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Das Versprechen“ entstand 1996 unter der Regie von Jean-Pierre Dardenne. In den Hauptrollen sind Jérémie Renier als Igor und Olivier Gourmet als sein Vater Roger zu sehen, außerdem wirken Assita Ouedraogo und Florian Delain mit. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Schon die knappe Beschreibung macht deutlich, dass es sich um ein sozial verankertes Drama handelt: Wohnungsvermietung, Schwarzarbeit und Betrug bilden den Alltag, in dem ein Minderjähriger aufwächst und arbeitet. Dass die Hauptfigur erst fünfzehn ist, verschiebt den moralischen Konflikt in Richtung einer Coming-of-Age-Geschichte, die zugleich als Milieustudie funktioniert. Die Konstellation Vater–Sohn als Geschäftspartner sorgt dafür, dass der Konflikt nicht abstrakt bleibt, sondern in einer engen persönlichen Bindung ausgetragen wird. Die Tatsache, dass das auslösende Ereignis ein Arbeitsunfall eines Ausgebeuteten ist, macht die Geschichte zu einer, in der ökonomische Ausbeutung unmittelbare ethische Konsequenzen für die Figuren hat.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich, dass der Film bislang nur von einem überschaubaren Publikum bewertet wurde, dieses ihn aber recht positiv einschätzt. Seit dem Erscheinungsjahr 1996 sind mittlerweile 29 Jahre vergangen, der Film steht damit für eine ältere Phase des europäischen Sozialdramas. Innerhalb des Dramagenres reiht er sich in jene Werke ein, die persönliche Konflikte eng mit sozialer Realität verknüpfen, ohne dabei auf zusätzliche Genreelemente zurückzugreifen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Jérémie Renier als Igor
- Olivier Gourmet als Roger
- Assita Ouedraogo als Assita
- Florian Delain als Riri
- Hachemi Haddad als Nabil
- Rasmané Ouédraogo als Amidou
- Jean-Michel Balthazar als The Labour Inspector
- Frédéric Bodson als The Garage Boss
- Jean-Paul Dermont als Muller
- Alain Holtgen als The Postman
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