Rosetta (1999)
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| Regie | Jean-Pierre Dardenne |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-09-29 |
| Einspielergebnis | 266.665 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (350 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Rand einer kleinen belgischen Stadt lebt Rosetta mit ihrer alkoholabhängigen Mutter in einer Wohnwagensiedlung. Ihr Alltag ist eng, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Mutter und Tochter sind in einem Wohnwagen eingepfercht, und die Krankheit der Mutter bestimmt das gemeinsame Leben.
Rosetta will vor allem eines, eine geregelte Arbeit. Ob in einer Fabrik, als Verkäuferin oder in irgendeinem anderen Job, spielt für sie keine Rolle. Doch nichts erweist sich als so schwer zu erreichen wie genau das. Eine feste Stelle ist ihre einzige Perspektive, um diesem trostlosen Dasein zu entkommen, und entsprechend verbissen verfolgt sie dieses Ziel.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Luc Dardenne bei diesem Drama, das 1999 in die Welt kam. Vor der Kamera stehen Émilie Dequenne, Olivier Gourmet, Fabrizio Rongione und Anne Yernaux. Erzählt wird ganz aus der Lebenswelt einer jungen Frau, die sich mit ihrer Lage nicht abfinden will.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf jede Genremischung, und das passt zu seinem Gegenstand. Es gibt kein Verbrechen, das aufgeklärt werden müsste, und keine Romanze, die den Verlauf bestimmt. Im Zentrum steht der schlichte, aber existenzielle Wunsch nach Arbeit. Gerade diese Beschränkung macht die Geschichte so konzentriert.
Die Anlage verbindet zwei Formen von Enge. Da ist die räumliche Beengtheit des Wohnwagens am Rand der Stadt, und da ist die soziale Ausweglosigkeit einer Tochter, die für eine suchtkranke Mutter Verantwortung trägt. Arbeit bedeutet für Rosetta nicht Selbstverwirklichung, sondern die Möglichkeit, ein normales Leben zu führen. Damit rückt der Film ein Thema in den Mittelpunkt, das von großer Unmittelbarkeit ist: die Würde, die in einer gewöhnlichen Anstellung liegt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 bewertet das Publikum den Film klar positiv, auch wenn die Grundlage nur wenige hundert Stimmen umfasst. Für ein nüchternes Sozialdrama ohne spektakuläre Elemente ist das ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.
27 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den Dramen, die soziale Randlagen aus der Nähe betrachten. Er erzählt von Armut, Sucht und Ausgrenzung ohne Beschönigung und rückt eine junge Frau in den Mittelpunkt, deren Hartnäckigkeit zugleich Überlebenswille und Verzweiflung ausdrückt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Émilie Dequenne als Rosetta
- Olivier Gourmet als Patron
- Fabrizio Rongione als Riquet
- Anne Yernaux als Mother
- Bernard Marbaix als Campground Manager
- Frédéric Bodson als Head of Personnel
- Florian Delain als The Boss's Son
- Christiane Dorval als First Saleswoman
- Mireille Bailly als Second Saleswoman
- Thomas Gollas als Mother's Boyfriend
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Verfügbarkeit
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