Decameron (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama, Komödie |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-08-25 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (364 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film erzählt Episoden aus dem Leben im spätmittelalterlichen Italien. Ein junger Mann wird hereingelegt, landet mit der Leiche eines Bischofs in dessen Sarkophag und muss einen Ausweg finden. Ein Liebespaar wird von der verfrühten Rückkehr des Ehemanns überrascht und weiß sich zu helfen.
In einem Frauenkloster sorgt ein angeblich taubstummer Gärtner für freudige Momente. Drei Brüder rächen sich am Liebhaber ihrer Schwester. Und ein ausgemachter Sünder schafft es, auf seinem Sterbebett den Priester an der Nase herumzuführen und sich so einen tadellosen Nachruf zu sichern. Die einzelnen Geschichten schwanken zwischen List, Begierde, Rache und Tod.
Entstehungsgeschichte
Pier Paolo Pasolini führte Regie bei diesem Film von 1971, im Englischen „The Decameron“ betitelt. Zur Besetzung gehören Franco Citti, Ninetto Davoli, Jovan Jovanović und Angela Luce. Mit einer Freigabe ab 18 Jahren richtet sich der Film ausschließlich an ein erwachsenes Publikum.
Hinter den Kulissen
Historie, Drama und Komödie treffen in „Decameron“ aufeinander. Die Kombination zeigt, dass der Film sich nicht auf einen Tonfall festlegt. Die Episoden reichen von derbem Witz über erotische Verwicklungen bis hin zu Rache und Tod. Das historische Setting im spätmittelalterlichen Italien liefert den Rahmen, in dem menschliche Schwächen offen zutage treten.
Die episodische Struktur prägt die Erzählweise grundlegend. Statt einer durchgehenden Handlung reihen sich einzelne Geschichten aneinander, die jeweils eine eigene Pointe haben. Auffällig ist der wiederkehrende Umgang mit kirchlichen Figuren und Institutionen: Ein Bischof im Sarkophag, ein Frauenkloster und ein getäuschter Priester deuten auf einen spöttischen Blick auf religiöse Autorität hin. List und Täuschung sind die wichtigsten Mittel der Figuren, um sich aus misslichen Lagen zu befreien oder ihre Wünsche durchzusetzen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung beträgt 6,8 von 10 bei einigen hundert Stimmen. Das spricht für eine eher positive, wenn auch nicht einhellige Aufnahme.
Fünfundfünfzig Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den Historienfilmen, die das spätmittelalterliche Italien nicht als ehrwürdige Epoche, sondern als Schauplatz von Lust, List und Spott zeigen. Die Verbindung von Episodenform und derber Komik unterscheidet ihn deutlich von ernsten Geschichtsdramen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Franco Citti als Ciappelletto
- Ninetto Davoli als Andreuccio of Perugia
- Jovan Jovanović als Rustico (scenes deleted)
- Angela Luce als Peronella
- Vincenzo Amato als Masetto of Lamporecchio
- Giuseppe Zigaina als Monk
- Maria Gabriella Maione als Una Madonna
- Vincenzo Cristo
- Pier Paolo Pasolini als Allievo di Giotto
- Giorgio Iovine als Lizio da Valbona
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Verfügbarkeit
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