Der Schweinestall (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-09-02 |
| TMDB-Bewertung | 7 (168 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Schweinestall erzählt zwei getrennte Geschichten, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen und doch nebeneinandergestellt werden. Die eine spielt in einer unbestimmten, archaischen Vergangenheit: Ein junger Mann, der zum Kannibalen geworden ist und den eigenen Vater getötet hat, wird zur Strafe wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Die andere Geschichte spielt in der Nachkriegszeit und folgt Julian, dem Sohn eines deutschen Industriellen, der sich von menschlichen Beziehungen abwendet und stattdessen zu den Schweinen seines Hofes hinzieht. Wie diese Wege enden, bleibt hier unerwähnt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1969 unter der Regie von Pier Paolo Pasolini. In den Hauptrollen sind Pierre Clémenti, Jean-Pierre Léaud, Alberto Lionello und Ugo Tognazzi zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion aus zwei parallel montierten, zeitlich und stofflich weit auseinanderliegenden Erzählsträngen ist die auffälligste Eigenschaft dieses Werks. Eine archaische, mythisch anmutende Fabel über Kannibalismus und väterlichen Mord wird gegen eine Gegenwartserzählung über bürgerliche Verweigerung und Anziehung durch das Animalische montiert. Diese Doppelstruktur legt nahe, dass der Film weniger an einer geschlossenen Handlung interessiert ist als an einem Vergleich zweier Formen von Grenzüberschreitung: die eine gewaltsam und archaisch, die andere still und in einem bürgerlichen Rahmen angesiedelt. Die Einordnung als reines Drama trifft nur bedingt, da die beiden Stoffe eher parabelhaften Charakter haben als eine konventionelle dramatische Handlung im klassischen Sinne.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen, dreistelligen Stimmenzahl bewegt sich Der Schweinestall im Bereich eines Titels mit begrenztem, aber interessiertem Publikum. Seit der Entstehung 1969 sind mittlerweile über fünfzig Jahre vergangen, was den Film klar als Werk seiner Zeit ausweist, ohne dass sich daraus eine bestimmte Wirkung ableiten ließe. Innerhalb des Dramagenres steht er durch seine doppelte, parabelartige Struktur und die verstörenden Motive eher am Rand konventioneller Erzählmuster.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pierre Clémenti als Cannibale
- Jean-Pierre Léaud als Julian Klotz
- Alberto Lionello als Signore Klotz
- Ugo Tognazzi als Herdhitze
- Anne Wiazemsky als Ida
- Margarita Lozano als Madame Klotz
- Marco Ferreri als Hans Günther
- Franco Citti als Secondo Cannibale
- Ninetto Davoli als Maracchione
- Luigi Barbini als Soldato nel Deserto (uncredited)
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