Der Strom (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Renoir |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-09-10 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (132 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Ufer des Ganges wächst Harriet in einer britischen Siedlerfamilie auf, umgeben vom Rhythmus des Flusses und dem Alltag der kleinen Kolonie. Ihre Freundinnen Valerie, Tochter eines amerikanischen Fabrikbesitzers, und Melanie, die halbindische Nachbarin, teilen mit ihr Kindheit und Umgebung. Mit der Ankunft des amerikanischen Kriegsversehrten Captain John verändert sich das Gefüge der drei jungen Frauen. Alle drei entwickeln Gefühle für ihn, buhlen auf ihre je eigene Weise um seine Nähe. John selbst ist jedoch vor allem mit sich selbst beschäftigt, mit dem Verlust seines Beines und der eigenen Verunsicherung, sodass er den Werbungen der Mädchen kaum wirklichen Raum gibt. Aus dieser Konstellation entsteht ein leises Beziehungsgeflecht zwischen Zuneigung, Eifersucht und dem Erwachsenwerden am Rand einer fremden, vertrauten Welt.
Entstehungsgeschichte
„Der Strom“ entstand 1951 unter der Regie von Jean Renoir. In den Hauptrollen sind Nora Swinburne, Esmond Knight, Arthur Shields und Suprova Mukerjee zu sehen. Der Film ist als Drama mit deutlicher Liebesgeschichte angelegt und ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich hier weniger als zugespitzter Konflikt denn als Beobachtung eines langsamen inneren Prozesses: drei junge Frauen, die sich an derselben Person orientieren, ohne dass daraus ein klassischer Rivalenkampf wird. Die Anlage der Geschichte über eine Siedlergemeinschaft am Ganges, ergänzt durch die Figur der halbindischen Melanie, deutet auf ein Interesse an kulturellen Zwischenräumen hin, ohne dass die Handlung selbst darauf verzichtet, ihre Figuren als junge Menschen im Umbruch zu zeigen. Dass Captain John als Kriegsversehrter eingeführt wird, verschiebt den Fokus von der romantischen Erfüllung hin zu einer Geschichte über Selbstbezogenheit und die Grenzen dessen, was Zuneigung von außen bewirken kann.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt „Der Strom“ zu jenen Titeln, die bislang nur ein begrenztes Publikum erreicht haben. Über sieben Jahrzehnte nach seiner Entstehung 1951 steht er als frühes Beispiel für ein Drama, das persönliche Gefühlsverwirrung mit einem ungewöhnlichen Schauplatz verknüpft, ohne sich auf große äußere Konflikte zu verlassen. Innerhalb des Liebesfilm-Genres bleibt er durch seine ruhige, mehrperspektivische Erzählweise über drei junge Frauen und einen in sich gekehrten Mann ein eigenständiger Fall.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nora Swinburne als The Mother
- Esmond Knight als The Father
- Arthur Shields als Mr. John
- Suprova Mukerjee als Nan
- Thomas E. Breen als Capt. John
- Patricia Walters als Harriet
- Radha Burnier als Melanie
- Adrienne Corri als Valerie
- June Tripp als Narrator (voice)
- Nimai Barik als Kanu (uncredited)
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Verfügbarkeit
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