Die große Illusion (1937)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Renoir |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1937-06-18 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 172.885 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (803 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei französische Soldaten geraten im Ersten Weltkrieg in Gefangenschaft: der adelige Captain De Boeldieu und Lieutenant Marechal. Gemeinsam mit einem Mitgefangenen namens Rosenthal planen sie die Flucht, doch noch vor dem Versuch werden sie getrennt und an verschiedenen Orten untergebracht. Wenige Monate später treffen sie wieder aufeinander, diesmal in einer Festung unter dem Kommando des ebenfalls adeligen van Rauffenstein. Die Behandlung dort ist gut, die Fluchtpläne bleiben trotzdem bestehen. Zwischen Boldieu und dem deutschen Kommandanten entsteht unterdessen eine Freundschaft — und damit rücken Pflicht und Menschlichkeit auseinander, bis sie nicht mehr zusammengehen.
Entstehungsgeschichte
Jean Renoir inszenierte den Film, der 1937 erschien und englisch „Grand Illusion“ heißt. In den tragenden Rollen sind Jean Gabin, Dita Parlo, Pierre Fresnay und Erich von Stroheim zu sehen. Freigegeben ist er ab zwölf Jahren.
Hinter den Kulissen
Drama, Historie und Kriegsfilm greifen hier ineinander, doch die Eckpunkte — Deutschland, Frankreich, Gefangener, Kriegsgefangener, Erster Weltkrieg, Landschaft — zeigen, dass die Front selbst nicht der Schauplatz ist. Erzählt wird aus der Lagerperspektive, und genau dort lässt sich prüfen, was stärker bindet: die Nation oder der Stand. Dass zwei Adelige auf verfeindeten Seiten einander näherstehen als ihren jeweiligen Landsleuten, ist die Beobachtung, aus der die Anlage ihre Spannung zieht.
Einordnung & Wirkung
7,9 von 10 ist ein hoher Wert, hier aus einer Bewertungsbasis im dreistelligen Bereich gebildet. Bei einem Film, der 89 Jahre zurückliegt, stammen solche Stimmen naturgemäß von einem Publikum, das ihn gezielt aufgesucht hat. Im Kriegsfilm steht die Arbeit für die Richtung, die Konflikt nicht über Kampfhandlungen verhandelt, sondern über Loyalitäten. Die Anlage verzichtet auf Schlachtbilder und setzt stattdessen auf Räume, in denen Menschen aufeinander angewiesen sind. Genau das macht den Stoff über seinen historischen Anlass hinaus lesbar: Die Frage, welche Zugehörigkeit im Ernstfall trägt, stellt sich unabhängig vom Datum. Dass die Freigabe bei zwölf Jahren liegt, passt zu einer Erzählung, die ihre Härte im Konflikt der Figuren sucht und nicht in der Darstellung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Lieutenant Maréchal
- Dita Parlo als Elsa
- Pierre Fresnay als Captain de Boëldieu
- Erich von Stroheim als Captain von Rauffenstein
- Julien Carette als Cartier, the Vaudeville Performer
- Georges Péclet als Officer
- Werner Florian als Sergeant Arthur
- Jean Dasté als Teacher
- Sylvain Itkine als Lieutenant Demolder
- Gaston Modot als Engineer
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Verfügbarkeit
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