Die Stunde des Wolfs (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror |
| Laufzeit | 83 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-02-19 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (575 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Maler und seine Frau ziehen auf eine Insel, fernab von allem. Die Abgeschiedenheit soll Ruhe bringen, doch der Maler wird von Albträumen und inneren Konflikten geplagt, und das Paar ist bereits belastet, bevor die Insel ihre eigene Wirkung entfaltet. Dort begegnen die beiden einer geheimnisvollen Gruppe von Menschen, die die Ängste des Paares nicht lindern, sondern verstärken. In der Stunde des Wolfs, jener Zeit zwischen Mitternacht und Morgengrauen, erzählt der Maler seiner Frau seine schmerzhaftesten Erinnerungen. Je mehr er preisgibt, desto mehr beginnt er, an seinem eigenen Verstand zu zweifeln. Die Grenze zwischen Einbildung und Wirklichkeit wird dabei zunehmend unsicher, für ihn wie für die Frau, die ihm zuhört.
Entstehungsgeschichte
Ingmar Bergman inszenierte den Film, der 1968 erschien und im Englischen den Titel „Hour of the Wolf“ trägt. Max von Sydow, Liv Ullmann, Gertrud Fridh und Georg Rydeberg gehören zur Besetzung.
Hinter den Kulissen
Drama und Horror stehen hier als Genres nebeneinander, und die Anlage der Geschichte erklärt diese Verbindung. Der Horror kommt nicht von außen als Monster, sondern aus dem Inneren des Malers, aus Albträumen, Erinnerungen und der Angst, den Verstand zu verlieren. Die geheimnisvolle Gruppe auf der Insel wirkt als Verstärker dieser Ängste, ohne dass sich sagen ließe, wo die Bedrohung beginnt und die Einbildung endet. Das Drama ist die Ehe, die diesen Zerfall mitträgt: Die Frau wird zur Zuhörerin und Zeugin, während ihr Mann sich ihr in nächtlichen Beichten öffnet. Die Insel als Schauplatz schließt die Welt aus und zwingt die Figuren aufeinander. Der Titel benennt eine Tageszeit, die zur Metapher wird: die Stunde, in der keine Abwehr mehr funktioniert.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 ist hoch, die Stimmenzahl mit wenigen hundert überschaubar. Seit dem Erscheinungsjahr 1968 sind 58 Jahre vergangen. Innerhalb des Horrorgenres vertritt der Film die psychologische Spielart, in der Schrecken aus Erinnerung und Selbstzweifel erwächst und ein Künstler zum Schauplatz seines eigenen Verfalls wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Max von Sydow als Johan Borg
- Liv Ullmann als Alma Borg
- Gertrud Fridh als Corinne von Merkens
- Georg Rydeberg als Lindhorst
- Erland Josephson als Baron von Merkens
- Naima Wifstrand als Old Lady with Hat
- Ulf Johansson als Heerbrand
- Gudrun Brost als Gamla Fru von Merkens
- Bertil Anderberg als Ernst von Merkens
- Ingrid Thulin als Veronica Vogler
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Verfügbarkeit
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