Fellinis Casanova (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Federico Fellini |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 166 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-12-10 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (248 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein alter, gebrechlicher Mann sitzt als Bibliothekar auf dem Schloss von Dux in Böhmen und lässt sein Leben Revue passieren. Es ist das Leben Giacomo Casanovas, das ihn einst aus Venedig hinausführte, wo er wegen seiner Ausschweifungen eingekerkert wurde und aus dem gefürchteten Gefängnis der Piombi floh. Was folgt, ist eine Kette von Liebschaften, Betrügereien und glänzenden Auftritten an den Höfen Europas. Doch der Glanz verblasst mit der Zeit: Türen schließen sich, der Ruhm bröckelt, und der körperliche wie moralische Verfall beschleunigt sich zusehends. Erzählt wird diese Lebensbilanz als Rückblick eines Mannes, der seinen Niedergang bereits vor Augen hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1976 unter der Regie von Federico Fellini und ist als Spielfilm angelegt. In der Titelrolle ist Donald Sutherland zu sehen, an seiner Seite unter anderem Tina Aumont, Cicely Browne und Carmen Scarpitta. Die Freigabe liegt bei 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und historischem Stoff macht deutlich, dass es hier nicht um ein bloßes Abenteuer- oder Liebesspektakel geht, sondern um eine Figur, die als Vehikel für eine größere Betrachtung dient: Aufstieg und Fall, Glanz und Verfall liegen von Beginn an nah beieinander. Die Rahmenhandlung – der alte Mann, der zurückblickt – setzt den Ton für die gesamte Erzählung: Es ist eine Reise durch Erinnerung und Verlust, nicht durch ungebrochenen Triumph. Dass die Geschichte an europäischen Höfen und in venezianischen Kerkern spielt, deutet auf eine episodische, stationenhafte Erzählweise hin, die einer Lebensbeichte näherkommt als einer klassischen Heldenreise.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Titel im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld seiner Genrenachbarschaft. Seit der Entstehung des Films sind inzwischen fast fünfzig Jahre vergangen, was die Wahrnehmung eines historischen Dramenstoffs zusätzlich in die Distanz rückt. Innerhalb des Genres steht der Film für eine Auseinandersetzung mit einer bekannten historischen Figur, die weniger auf Abenteuer als auf Verfall und Desillusionierung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Donald Sutherland als Giacomo Casanova
- Tina Aumont als Henriette
- Cicely Browne als Madame D'Urfé
- Carmen Scarpitta als Madame Charpillon
- Clara Algranti als Marcolina
- Daniela Gatti als Giselda
- Margareth Clémenti als Sister Maddalena
- Mario Cencelli als Moebius
- Diane Kurys als Madame Charpillon
- Mary Marquet als Casanova's Mother
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Verfügbarkeit
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