Geh und Lebe (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Radu Mihăileanu |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-03-30 |
| Budget | 5.650.000 $ |
| Einspielergebnis | 3.691.534 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (206 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1984, Sudan: In den Flüchtlingslagern, in denen Tausende hungernde Menschen aus zahlreichen afrikanischen Ländern ausharren, drängt eine christliche Mutter ihren neunjährigen Sohn dazu, sich als Jude auszugeben. Es ist der einzige Weg, ihn vor Hunger und Tod zu bewahren, denn im Zuge einer von Israel und den USA getragenen Aktion werden äthiopische Juden nach Israel ausgeflogen. Der Junge gelangt so ins Heilige Land, gilt dort als Waise und wird von einer sephardischen Familie in Tel Aviv aufgenommen. Fortan lebt er mit einer doppelten Lüge: Er ist weder jüdisch noch elternlos, sondern trägt vor allem die ständige Angst, als Schwarzer aufzufliegen. Zwischen neuer Kultur, Zuneigung und Ausgrenzung wächst er in eine Wirklichkeit hinein, die ihm Liebe ebenso zumutet wie Rassismus und die Spannungen der besetzten Gebiete.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt von Regisseur Radu Mihăileanu und erschien 2005. In den zentralen Rollen sind Moshe Abebe, Moshe Agazai, Sirak M. Sabahat und רוני הדר zu sehen – die Aufteilung auf mehrere Darsteller für dieselbe Figur legt nahe, dass die Geschichte den Protagonisten über verschiedene Lebensalter hinweg begleitet. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Schon der Stoff macht deutlich, dass hier ein Einzelschicksal als Zugang zu einem größeren historischen Vorgang dient: der Rettungsaktion äthiopischer Juden nach Israel. Die Anlage der Handlung – eine erzwungene Identitätslüge, die über Jahre aufrechterhalten werden muss – erlaubt es, Themen wie Zugehörigkeit, Herkunft und Ausgrenzung aus der Perspektive eines Heranwachsenden zu entfalten, statt sie abstrakt zu verhandeln. Dass die Geschichte in besetzten Gebieten spielt und Krieg wie Rassismus einschließt, deutet auf ein Drama, das den privaten Konflikt bewusst mit gesellschaftlichen Spannungen verknüpft, ohne sich auf einen reinen Familienplot zu beschränken.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl zeichnet sich ein positives, aber noch nicht breit abgesichertes Bild ab. Zwei Jahrzehnte nach seinem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie das Dramagenre historische Migrationsbewegungen über eine einzelne, fiktive Lebensgeschichte greifbar macht.
Bilder


Besetzung & Stab
- Moshe Abebe als Schlomo (teenager)
- Moshe Agazai als Schlomo (child)
- Sirak M. Sabahat als Schlomo (adult)
- Roni Hadar als Sara
- Yaël Abecassis als Yaël
- Roschdy Zem als Yoram Harrari
- Yitzhak Edgar als Qès Amrah
- Rami Danon als Papy
- Meskie Shibru Sivan als Schlomo's Mother
- Mimi Abonesh Kebede als Hana
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Verfügbarkeit
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