Zug des Lebens (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Radu Mihăileanu |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-09-16 |
| Budget | 154.790 $ |
| Einspielergebnis | 3.311.162 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (303 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Osteuropa im Jahr 1941. In einem Dorf lebt eine jüdische Gemeinschaft, als Schlomo, der als „Verrückter“ des Ortes gilt, atemlos vor den Rat der Weisen tritt. Er bringt eine furchtbare Nachricht: Die Deutschen töten die jüdischen Bewohner der benachbarten Schtetl und verschleppen sie an unbekannte Orte.
Der Rat tritt zusammen, und es folgen zahllose Streitereien darüber, was zu tun sei. Schließlich kommt ausgerechnet aus dem Mund des Narren die rettende Idee: Um den Mördern zu entkommen, wollen die Dorfbewohner selbst einen falschen Deportationszug organisieren. Ob der kühne Plan aufgeht, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Radu Mihăileanu inszenierte den Film im Jahr 1998. Die Besetzung führen Lionel Abelanski, Rufus, Clément Harari und Agathe de La Fontaine an. Der deutsche Titel „Zug des Lebens“ entspricht dem englischen „Train of Life“ und stellt den Zug als Symbol des Überlebens heraus, als Gegenbild zu jenen Deportationszügen, vor denen die Dorfbewohner fliehen wollen.
Hinter den Kulissen
Drama, Komödie und Kriegsfilm in einem Werk zu vereinen, ist bei einem Stoff über die Verfolgung und Ermordung jüdischer Gemeinden ein heikles Unterfangen. Die Anlage der Geschichte zeigt, wie der Film diese Spannung aufnimmt: Die Bedrohung ist real und tödlich, die Antwort darauf aber entspringt einer beinahe absurden Idee.
Dass gerade der Dorfnarr den Plan ersinnt, verweist auf eine alte Erzählfigur, in der der Außenseiter klarer sieht als die Weisen. Die langen Streitgespräche im Rat bieten Raum für Humor, ohne die Lage zu verharmlosen. Zugleich trägt der Plan selbst eine bittere Umkehrung in sich: Die Gemeinschaft muss die Rollen ihrer Verfolger nachstellen, um sich vor ihnen zu retten. Aus dieser Konstellation bezieht der Film seine tragikomische Doppelbödigkeit, bei der das Lachen nie vom Wissen um den historischen Hintergrund zu trennen ist.
Einordnung & Wirkung
Eine Wertung von 7,3 von 10 zeigt eine deutlich positive Aufnahme. Grundlage sind einige hundert Stimmen, also ein überschaubares, aber klar zustimmendes Publikum.
Der Film ist inzwischen 28 Jahre alt. Innerhalb des Kriegsfilms gehört er zu den seltenen Werken, die dem Grauen der Judenverfolgung mit tragikomischen Mitteln begegnen. Die gute Wertung legt nahe, dass diese Gratwanderung für viele Zuschauer gelingt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Lionel Abelanski als Shlomo
- Rufus als Mordechai
- Clément Harari als Rabbi
- Agathe de La Fontaine als Esther
- Michel Muller als Yossi
- Johan Leysen als Schmecht
- Bruno Abraham-Kremer als Yankele
- Gad Elmaleh als Manzatou
- Marie-José Nat als Sura
- Serge Kribus
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Verfügbarkeit
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