Harakiri (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Masaki Kobayashi |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Historie |
| Laufzeit | 133 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-09-15 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (1.279 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Japan zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Ein umherziehender Samurai namens Tsugumo bittet darum, im Haus eines feudalen Lords Seppuku begehen zu dürfen, da ihn bittere Armut dazu treibe. Solche Bitten sind zu dieser Zeit verbreitet: Viele herrenlose Samurai, Ronin genannt, tragen sie nur vor, um die Fürstenhäuser mit der drohenden Schmach eines rituellen Selbstmordes unter ihrem Dach zu erpressen. Zur Abschreckung erzählt man dem Unbekannten deshalb, wie es dem Ronin Chijiwa erging, an dem einige Tage zuvor ein Exempel statuiert wurde: Man erlaubte ihm, genauer gesagt nötigte ihn, den Ritus vor versammeltem Haus zu vollziehen. Tsugumo lässt sich davon nicht abschrecken und besteht auf seinem Wunsch. Nur eine Geschichte möchte er zuvor noch erzählen.
Entstehungsgeschichte
Masaki Kobayashi inszenierte den Film, der 1962 erschien. Tatsuya Nakadai spielt die zentrale Rolle, zur Besetzung gehören außerdem Shima Iwashita und Tetsurō Tamba. Die Altersfreigabe ist auf 18 Jahre festgesetzt.
Hinter den Kulissen
Action, Drama und Historie ergeben in dieser Reihenfolge ein irreführendes Bild, denn die Anlage der Geschichte ist zunächst eine des Wortes. Zwei Erzählungen stehen einander gegenüber: die abschreckende Geschichte des Hauses und die Geschichte, die der Fremde ankündigt. Wer erzählt und wozu, ist damit die eigentliche Frage. Das Kammerspiel im Haus eines Lords gibt der Erzählung einen festen Ort, von dem aus in die Vergangenheit gegriffen werden kann, und die aufgeschobene Handlung erzeugt Spannung ohne Bewegung. Der Stoff behandelt einen ritualisierten Tod als Instrument von Macht und Erpressung und benennt beides mit derselben Nüchternheit. Dass der Ausgang offengehalten wird, ist Teil der Konstruktion.
Einordnung & Wirkung
8,5 von 10 Punkten bei über tausend abgegebenen Stimmen sind ein sehr hoher Wert, der auf breite Zustimmung derer verweist, die den Film gesehen haben. Die Stimmenzahl selbst ist überschaubar und beschreibt eher ein interessiertes als ein großes Publikum. 64 Jahre nach dem Erscheinen steht der Film für ein historisches Drama, das seine Wirkung aus Zurückhaltung zieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tatsuya Nakadai als Hanshiro Tsugumo
- Akira Ishihama als Motome Chijiiwa
- Shima Iwashita als Miho Tsugumo
- Tetsuro Tamba als Hikokuro Omodaka
- Masao Mishima als Tango Inaba
- Ichirō Nakatani als Hayato Yazaki
- Kei Satō als Masakazu
- Yoshio Inaba als Jinai Chijiiwa
- Hisashi Igawa als Retainer
- Toru Takeuchi als Retainer
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Verfügbarkeit
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