Herbstgeschichte (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Eric Rohmer |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 112 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-09-07 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (144 Stimmen) |
Worum es geht
Magali führt allein ein Weingut, seit ihre Kinder das Haus verlassen haben. Als Witwe ohne Partner an ihrer Seite fühlt sie sich zunehmend isoliert, auch wenn sie ihren Alltag mit Arbeit ausfüllt. Ihre Freundin Isabelle beobachtet das mit Sorge und fasst den Entschluss, für Magali einen passenden Mann zu finden. Statt jedoch nur zu vermitteln, beginnt Isabelle, mögliche Kandidaten zunächst selbst kennenzulernen und zu prüfen, bevor sie sie ihrer Freundin vorstellt. Aus dieser Konstellation entwickelt sich ein Geflecht aus Zuneigung, Eifersucht und Missverständnissen, das die Frage aufwirft, wessen Gefühle hier eigentlich verhandelt werden.
Entstehungsgeschichte
„Herbstgeschichte“ entstand 1998 unter der Regie von Eric Rohmer und bildet den letzten Teil eines Jahreszeiten-Zyklus. Die Hauptrollen übernehmen Marie Rivière, Béatrice Romand, Alain Libolt und Didier Sandre. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm passt zu einer Geschichte, die weniger auf äußere Handlung als auf feine zwischenmenschliche Verschiebungen setzt. Dass die Protagonisten hier den Herbst ihres Lebens erreicht haben, aber dieselben Fragen nach Nähe und Zuneigung verhandeln wie jüngere Figuren, verweist auf eine bewusste Spiegelung: Gefühle und Unsicherheiten werden nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Die Idee, dass eine Freundin die potenziellen Partner erst selbst prüft, bevor sie vermittelt, öffnet Raum für Verwicklungen, die aus Fürsorge ebenso entstehen können wie aus eigenen, unausgesprochenen Motiven. Die Anlage der Erzählung lebt von Dialogen und Beobachtungen statt von dramatischen Wendepunkten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überbordend diskutierten Bereich. Seit dem Erscheinungsjahr 1998 sind mittlerweile 27 Jahre vergangen, was den Film innerhalb des Genres als Beispiel für ein leises, figurenzentriertes Liebesdrama erscheinen lässt, das ohne große äußere Konflikte auskommt. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm setzt er auf psychologische Genauigkeit statt auf große Gesten.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marie Rivière als Isabelle
- Béatrice Romand als Magali
- Alain Libolt als Gérald
- Didier Sandre als Étienne
- Alexia Portal als Rosine
- Aurélia Alcaïs als Émilia
- Stéphane Darmon als Léo
- Matthieu Davette als Grégoire
- Yves Alcaïs als Jean-Jacques
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Verfügbarkeit
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