I Killed My Mother (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Xavier Dolan |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-06-05 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.183 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hubert ist sechzehn, und er liebt seine Mutter durchaus – nur erträgt er es nicht, ihr Sohn zu sein. Die Reibung entzündet sich am Kleinsten: an geschmacklosen Pullovern, an der Art, wie sie ihre Brötchen isst, am Schminken während der Autofahrt. Dahinter steht Grundsätzlicheres. Sie macht Versprechungen, die sie nicht hält, hört ihm nie wirklich zu und weist jede Schuld prinzipiell von sich. Dass er irgendwann aufs Internat soll, entspannt die Lage nicht. Im Windschatten dieser leidenschaftlichen Hassliebe hat Hubert seinen ersten Freund, macht künstlerische Entdeckungen und versucht, Ordnung in sein Gefühlschaos zu bringen.
Entstehungsgeschichte
Die Regie dieses Dramas übernahm Xavier Dolan, der zugleich zur Besetzung gehört. Neben ihm stehen Anne Dorval, François Arnaud und Suzanne Clément vor der Kamera – vier Namen insgesamt, was auf eine Erzählung schließen lässt, die eng um wenige Figuren kreist. Herausgekommen ist der Film 2009, freigegeben ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und diese Beschränkung passt zur Anlage der Geschichte: Kein Kriminalfall, keine Katastrophe, kein äußeres Ereignis treibt die Handlung an. Der Konflikt liegt vollständig zwischen zwei Menschen, die voneinander nicht loskommen. Damit verschiebt sich das Gewicht vom Was auf das Wie – auf Tonfall, Wiederholung und die Eskalation alltäglicher Szenen, in denen ein Pullover oder ein Frühstück zur Grundsatzfrage wird. Der Titel formuliert eine Zuspitzung, die die Erzählung selbst als Gefühlslage behandelt und nicht als Ereignis. Auch die Nebenfiguren sind so gesetzt, dass sie den Hauptkonflikt spiegeln: Der erste Freund und die Erfahrungen mit Kunst geben Hubert einen Ort, an dem er nicht Sohn sein muss, und machen dadurch umso deutlicher, was ihn zu Hause festhält.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 Punkten fällt die Bewertung deutlich positiv aus, getragen von einer vierstelligen Zahl abgegebener Stimmen. Das ist eine überschaubare Beteiligung, die eher für ein aufmerksames als für ein sehr breites Publikum spricht. 17 Jahre nach dem Erscheinungsjahr hat der Stoff wenig eingebüßt: Ein Generationenkonflikt ohne historischen Rahmen altert langsamer als Genreware, die von ihrer Ausstattung lebt. Innerhalb des Dramas steht der Film am intimen Ende der Skala.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anne Dorval als Chantale Lemming
- Xavier Dolan als Hubert Minel
- François Arnaud als Antonin Rimbaud
- Suzanne Clément als Julie Cloutier
- Patricia Tulasne als Hélène Rimbaud
- Niels Schneider als Eric
- Monique Spaziani als Denise
- Pierre Chagnon als Richard Minel
- Justin Caron als Young Hubert
- Benoît Gouin als Boarding School Principal
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Verfügbarkeit
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