I wie Ikarus (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri Verneuil |
|---|---|
| Genre | Thriller, Krimi, Mystery |
| Laufzeit | 121 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-12-19 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (176 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Staatsoberhaupt wird ermordet, und die offizielle Version benennt rasch einen Einzeltäter: einen Mann namens Daslow. Doch der zuständige Staatsanwalt gibt sich mit dieser schnellen Erklärung nicht zufrieden. Je genauer er die Umstände der Tat untersucht, desto mehr Widersprüche und Ungereimtheiten treten zutage, die auf ein weit größeres Geflecht von Interessen hindeuten als auf das Handeln eines einzelnen Attentäters. Der Film verfolgt diese Ermittlung als Politthriller, der die Mechanismen von Macht, Vertuschung und institutionellem Widerstand gegen unbequeme Wahrheiten offenlegt, ohne die Auflösung vorwegzunehmen.
Entstehungsgeschichte
"I wie Ikarus" entstand 1979 unter der Regie von Henri Verneuil. In den Hauptrollen sind Yves Montand als Staatsanwalt sowie Michel Etcheverry, Roger Planchon und Jacques Denis zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Thriller, Krimi und Mystery zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Statt auf klassische Krimispannung mit klar erkennbarem Täter setzt der Film auf die schrittweise Enttarnung eines Systems, in dem die offizielle Erzählung zunehmend fragwürdig wirkt. Der Name Daslow als Anagramm von Oswald macht deutlich, dass die Handlung bewusst als Kommentar zu einem realen politischen Attentat angelegt ist, ohne die tatsächlichen Namen und Ereignisse direkt zu übernehmen. Diese Verschiebung ins Fiktive erlaubt es dem Film, sich frei auf die Mechanik der Verschwörung zu konzentrieren, statt sich an historische Fakten zu binden. Die Besetzung mit Montand als moralischem Zentrum unterstreicht die Ausrichtung auf einen Einzelkämpfer, der sich staatlichen Strukturen entgegenstellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,7 bei einem Publikum im niedrigen dreistelligen Bereich zählt der Film zu den eher unterbekannten, aber solide bewerteten Vertretern seines Genres. Der zeitliche Abstand zum Erscheinungsjahr 1979 beträgt inzwischen deutlich über vier Jahrzehnte, was den Film als frühen Beitrag zum politischen Verschwörungsthriller der siebziger Jahre einordnet, einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen ein prägendes Thema des Genres war.
Bilder








Besetzung & Stab
- Yves Montand als Henri Volney
- Michel Etcheverry als Frédéric Heiniger
- Roger Planchon als David Naggara
- Jacques Denis als Despaul
- Pierre Vernier als Charly Feruda
- Jacques Sereys als Richard Mallory
- Jean-François Garreaud als Vernon Calbert
- Michel Albertini als Luigi Lacosta
- Georges Beller als Sam Kido
- Roland Blanche als Garcia Santos
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