Ein Affe im Winter (1962)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri Verneuil |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1962-07-29 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (240 Stimmen) |
Worum es geht
Albert betreibt eine Pension in der Normandie und hat sich selbst ein Versprechen abgenommen: Sollten er und seine Frau den Krieg überleben, würde er nie wieder trinken. Sie überleben, und Albert hält sich jahrelang an sein Wort. Doch die Zeiten haben sich verändert, und mit dem jungen Gabriel taucht ein Gast auf, der dem Alkohol alles andere als fernbleibt. Gabriel trägt einen inneren Konflikt mit sich, der mit dem Besuch seiner Tochter in einer nahen Schule zusammenhängt. In einem Moment der Wehmut lässt sich Albert von Gabriel zu einer ausgelassenen Nacht verleiten, die beiden Männern mehr Ärger einbringt, als sie erwartet hatten.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1962 unter der Regie von Henri Verneuil. Die Hauptrollen spielen Jean Gabin und Jean-Paul Belmondo, an ihrer Seite stehen Suzanne Flon und Gabrielle Dorziat. Die Altersfreigabe liegt bei 14 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet Drama und Komödie und stützt sich dabei auf einen Gegensatz zweier Generationen: den älteren Mann, der sein Gelübde über Jahre verteidigt, und den jüngeren, der seine Konflikte im Trinken ertränkt. Dass die Handlung ausgerechnet in einer Pension spielt, einem Ort des Durchgangs und der zufälligen Begegnungen, schafft die Grundlage dafür, dass zwei so unterschiedliche Figuren überhaupt aufeinandertreffen. Die nostalgische Nacht, die beide schließlich gemeinsam durchleben, macht deutlich, dass es hier nicht um ein moralisches Urteil über den Alkohol geht, sondern um das, was Erinnerung und Verdrängung in einem Menschen auslösen können. Die Besetzung mit zwei so gegensätzlichen Schauspielertypen wie Gabin und Belmondo unterstreicht diesen Generationenkontrast zusätzlich.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film als solide, aber im breiten Publikum nicht übermäßig präsent beschreiben. Seit seinem Erscheinen 1962 sind mehr als sechzig Jahre vergangen, was den Titel deutlich in die frühen 1960er Jahre des französischen Kinos verortet. Innerhalb der Kombination aus Drama und Komödie zeigt sich ein Film, der auf leise Zwischentöne setzt statt auf große Effekte, und der seine Wirkung aus dem Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren zieht.
Bilder




Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Albert Quentin
- Jean-Paul Belmondo als Gabriel Fouquet
- Suzanne Flon als Suzanne Quentin
- Gabrielle Dorziat als Mme Victoria, la directrice
- Hella Petri als Georgina, la patronne du bar
- Marcelle Arnold als l'infirmière de la pension
- Charles Bouillaud als le chauffeur de taxi
- Anne-Marie Coffinet als Simone, une serveuse
- André Dalibert als Maurice, le brigadier
- Hélène Dieudonné als Joséphine
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Verfügbarkeit
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