Kundun (1997)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Martin Scorsese |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 134 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1997-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 28.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 5.684.789 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (513 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1937 wird Tenzin Gyatso, Sohn einer tibetischen Bauernfamilie, als 14. Reinkarnation des „Buddha of Compassion“ erkannt. Damit ist der Junge der Dalai Lama – bis heute der letzte in dieser Reihe. Die größten Gelehrten seines Landes übernehmen seine Erziehung und bereiten ihn darauf vor, sein Volk zu regieren.
Mit 15 Jahren steht der geistige und politische Kopf Tibets der Brutalität der chinesischen Invasoren gegenüber. Er weicht vom Prinzip der Gewaltlosigkeit dennoch nicht ab. 1959 flieht der Dalai Lama ins indische Exil, das er bis zum heutigen Tag nicht aufgeben konnte. Der Film erzählt den Weg vom Bauernkind zum Oberhaupt eines Volkes, das seine Heimat verliert.
Entstehungsgeschichte
Martin Scorsese hat das Drama 1997 inszeniert. Die Besetzung besteht aus Tenzin Thuthob Tsarong, Tencho Gyalpo, Tsewang Migyur Khangsar und Gyurme Tethong – Namen, die auf eine Besetzung aus dem Kulturkreis der erzählten Geschichte hindeuten. Die Freigabe ab sechs Jahren gilt, obwohl der Stoff eine Invasion und die Flucht eines Volksoberhaupts umfasst.
Hinter den Kulissen
Drama und Historie: Die Genrekombination legt den Film als Lebensgeschichte vor dem Hintergrund realer Ereignisse fest. Erzählt wird über mehr als zwei Jahrzehnte, von der Erkennung des Kindes 1937 bis zur Flucht 1959. Eine solche Spanne verlangt eine Erzählform, die Stationen setzt statt Szenen auszuspielen – das Aufwachsen, die Erziehung, die Konfrontation, die Entscheidung zur Gewaltlosigkeit.
Bemerkenswert an der Anlage ist die Haltung der Hauptfigur: Sie handelt nicht, sie hält stand. Der Konflikt liegt nicht in einer Auseinandersetzung, die gewonnen werden kann, sondern in der Frage, wie man einem übermächtigen Gegner begegnet, ohne die eigenen Prinzipien aufzugeben. Dass der Film mit dem Exil endet, das bis heute andauert, verweigert der Geschichte den Abschluss.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 6,8 von 10 liegt im oberen Mittelfeld, die Stimmenzahl im mittleren dreistelligen Bereich – für einen Film über Tibet ein begrenztes, aber vorhandenes Publikum. 29 Jahre trennen das Erscheinungsjahr von heute. Innerhalb der historischen Dramen nimmt der Titel eine eigene Stellung ein, weil er eine Person behandelt, deren Exil bis heute andauert, und einen politischen Konflikt, dessen Ende der Film selbst nicht kennen konnte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tenzin Thuthob Tsarong als Dalai Lama (Adult)
- Tencho Gyalpo als Mother
- Tsewang Migyur Khangsar als Father
- Gyurme Tethong als Dalai Lama (Age 12)
- Robert Lin als Chairman Mao
- Tulku Jamyang Kunga Tenzin als Dalai Lama (Age 5)
- Tenzin Yeshi Paichang als Dalai Lama (Aged 2)
- Tenzin Topjar als Lobsang (5-10)
- Tenzin Lodoe als Takster
- Geshi Yeshi Gyatso als Lama of Sera
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Verfügbarkeit
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