Liebe und Anarchie (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lina Wertmüller |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Drama, Komödie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-02-23 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (119 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Mann vom Land, Tipolino, kommt in den dreißiger Jahren nach Rom, um Benito Mussolini zu ermorden. Untergebracht wird er in einem Bordell, das seinen Kontaktpersonen als Deckung dient. Dort verliebt er sich – und gerät damit in einen Konflikt zwischen seiner privaten Zuneigung und dem politischen Auftrag, den er sich vorgenommen hat. Wie sich sein Plan letztlich entwickelt, bleibt hier unerwähnt.
Entstehungsgeschichte
„Liebe und Anarchie“ entstand 1973 unter der Regie von Lina Wertmüller. In den Hauptrollen sind Giancarlo Giannini, Mariangela Melato, Lina Polito und Eros Pagni zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Liebesfilm, Drama und Komödie deutet auf eine Erzählung hin, die politische Ernsthaftigkeit mit menschlicher, teils komischer Beobachtung verbindet, statt beides getrennt zu behandeln. Dass die Geschichte in einem Bordell spielt, das zugleich als konspirativer Rückzugsort dient, verschränkt Öffentliches und Privates von Anfang an: Der politische Auftrag und das Gefühlsleben der Figuren finden am selben Ort statt und lassen sich nicht sauber trennen. Die Ansage, es gehe um die „Unvereinbarkeit von Menschlichkeit und Unschuld“ mit den „gnadenlosen Mechanismen der Politik“, legt nahe, dass der Film seine Hauptfigur weniger als Helden denn als jemanden zeigt, der den Anforderungen seiner eigenen Mission nicht gewachsen ist. Die tragikomische Anlage erlaubt es, ein Attentatsvorhaben zu erzählen, ohne es als reines Politdrama oder als leichte Unterhaltung zu inszenieren.
Einordnung & Wirkung
Auf Bewertungsportalen steht der Film aktuell bei 7,7 von 10 Punkten, allerdings auf Basis einer eher schmalen, niedrigen dreistelligen Stimmenbasis – ein Wert, der eine positive Tendenz erkennen lässt, aber statistisch wenig abgesichert ist. Seit der Entstehung 1973 sind über fünfzig Jahre vergangen, der Film liegt also deutlich außerhalb aktueller Produktionszusammenhänge. Innerhalb der Schnittmenge aus Liebesfilm, Drama und Komödie mit historisch-politischem Hintergrund nimmt er eine Stellung ein, die durch die Kombination von privater Liebesgeschichte und politischem Attentatsstoff einen eigenen Zugriff auf das Thema Widerstand unter faschistischer Herrschaft markiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Giancarlo Giannini als Antonio Soffiantini 'Tunin'
- Mariangela Melato als Salomè
- Lina Polito als Tripolina
- Eros Pagni als Giacinto Spatoletti
- Pina Cei als Madame Aïda
- Elena Fiore als Donna Carmela
- Giuliana Calandra
- Isa Bellini
- Isa Danieli als Prostitute
- Enrica Bonaccorti als Prostitute
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Verfügbarkeit
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