Sieben Schönheiten (1975)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lina Wertmüller |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1975-12-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (159 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Pasqualino desertiert während des Zweiten Weltkriegs aus der italienischen Armee und gerät in deutsche Gefangenschaft, wo er alles tut, um zu überleben. In Rückblenden entfaltet sich sein Leben davor: eine Familie mit sieben wenig attraktiven Schwestern, denen der Beiname "die sieben Schönheiten" ironisch anhaftet, ein Totschlag am Liebhaber einer der Schwestern, ein Geständnis, eine Haftstrafe, ein berechneter Aufenthalt in einer Anstalt und die Vergewaltigung einer Patientin dort. Um dem Lager zu entkommen, meldet er sich freiwillig als Soldat. Sein feiges, angepasstes Wesen bringt ihn schließlich – zum Missfallen seines fülligen deutschen Bewachers – lebend zurück nach Neapel, wo er bereits an die nächste Katastrophe denkt. Im Zentrum steht die neapolitanische Vorstellung von Ehre und wie sie das Leben eines gewöhnlichen Mannes namens Pasquale Frafuso prägt.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 1975 und wurde von Lina Wertmüller inszeniert. In den Hauptrollen sind Giancarlo Giannini, Fernando Rey, Shirley Stoler und Elena Fiore zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Komödie, Drama und Kriegsfilm ist ungewöhnlich: Wertmüller erzählt eine Überlebensgeschichte, die zwischen Groteske und Grauen wechselt, ohne die eine Ebene der anderen unterzuordnen. Die Struktur mit ausgedehnten Rückblenden verschränkt private Familienangelegenheiten – Ehre, Scham, sexuelle Gewalt – mit der Erfahrung des Lagers und macht deutlich, dass Pasqualinos Verhalten im Krieg keine plötzliche Anpassung ist, sondern Fortsetzung eines bereits vor dem Krieg gelebten Prinzips der Selbsterhaltung um jeden Preis. Die Titelfigur bleibt dabei bewusst unheroisch angelegt, was die Komödie immer wieder in unangenehme Nähe zum Kriegsdrama rückt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen zählt der Film zu den eher selten bewerteten, aber solide eingeschätzten Titeln seines Genres. Seit der Entstehung 1975 sind mittlerweile 50 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit stellt, in der Kriegsdramen mit komödiantischen Elementen keine Selbstverständlichkeit waren. Innerhalb der Kombination aus Kriegsfilm und Komödie nimmt er durch seine konsequent unheroische Perspektive eine eigenständige Position ein.
Bilder






Besetzung & Stab
- Giancarlo Giannini als Pasqualino Frafuso aka Settebellezze
- Fernando Rey als Pedro the Anarchist Prisoner
- Shirley Stoler als Commandant
- Elena Fiore als Concettina, a Sister
- Roberto Herlitzka als the socialist
- Piero Di Iorio als Francesco - Pasqualino's comrade
- Enzo Vitale als Don Raffaele
- Ermalinda De Felice als Pasqualino's mother
- Lucio Amelio als the lawyer
- Aldo Valletti als Madman (uncredited)
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Verfügbarkeit
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