Menschenfeind (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gaspar Noé |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-02-17 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Einspielergebnis | 6.955 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (608 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Irgendwo in Frankreich tötet ein Metzger einen Bauarbeiter, den er irrtümlich für den Vergewaltiger seiner geistig behinderten Tochter hält, und wandert dafür in den Knast. Jahre später ist er wieder in Freiheit, nun ohne Arbeit. Sein Leben ist die Hölle und bringt ihn zum Ausrasten: Als es zum Streit mit seiner neuen Frau kommt, tötet er ihr ungeborenes Baby. Er setzt sich nach Paris ab und ist dort schon nach wenigen Tagen pleite. Von Selbstmordgedanken gepeinigt, fasst er schließlich den Entschluss, seine Tochter, die in einem Heim wohnt, noch einmal zu sehen.
Entstehungsgeschichte
Gaspar Noé inszenierte den 1999 erschienenen Film. Philippe Nahon steht durchgehend im Mittelpunkt, daneben treten Blandine Lenoir, Frankie Pain und Martine Audrain auf. Die Freigabe ab 18 Jahren grenzt das Publikum eindeutig ein und benennt die Schwere des Stoffs, bevor der erste Satz gefallen ist.
Hinter den Kulissen
Drama und Thriller ergeben hier keine Spannungsmechanik im üblichen Sinn, sondern eine Abwärtsbewegung, die von der Hauptfigur selbst getragen wird. Die Anlage ist konsequent auf eine einzige Person zugeschnitten: Jede Station — Tat, Haft, Freiheit, Verarmung — folgt aus der vorigen, ohne dass ein Gegenspieler nötig wäre. Damit rückt die Erzählung nahe an eine Figur heran, deren Denken und Handeln zunehmend auseinanderfallen, und verlangt vom Publikum, diese Nähe auszuhalten, ohne sie mit Zustimmung zu verwechseln. Die Gewalt ist dabei nicht Zuspitzung, sondern Ausgangspunkt: Sie steht schon im ersten Satz der Vorgeschichte und wirkt von dort in jede weitere Station hinein. Auch der Schauplatzwechsel nach Paris bringt keine Entlastung, sondern nur eine andere Form von Ausweglosigkeit.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,4 von 10 fällt die Bewertung deutlich überdurchschnittlich aus, beruht aber auf einer Basis im mittleren dreistelligen Bereich — ein Publikum, das sich diesen Film eher gezielt sucht, als ihm zufällig zu begegnen. 27 Jahre nach dem Erscheinen steht er am härteren Rand des Dramas, dort, wo die Erzählung auf Trost verzichtet und ihre Wirkung aus Nüchternheit bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Philippe Nahon als The Butcher
- Blandine Lenoir als Daughter
- Frankie Pain als Mistress
- Martine Audrain als Belle-Mere
- Zaven als Man with Morals
- Jean-François Rauger als Real Estate Agent
- Guillaume Nicloux als Supermarket Manager
- Olivier Doran als Presenter (voice)
- Aïssa Djabri als Doctor Choukroun
- Serge Faurie als Director of Hospital
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Verfügbarkeit
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