Nostalghia (1983)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrei Tarkowski |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1983-05-01 |
| Budget | 875.000 $ |
| Einspielergebnis | 311.708 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (622 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Andrej Gorciacov, ein russischer Intellektueller, ist nach Italien gereist, um Material über seinen Landsmann Pawel Sasnowskij zu sammeln. Er will dessen Biographie schreiben. Sasnowskij, ein Komponist des 19. Jahrhunderts, hatte in Italien studiert und sich dort vor Heimweh verzehrt.
Gorciacov ergeht es nicht anders. Die Fremde lähmt und quält ihn. Für die Reize der italienischen Landschaft ist er blind, und auch die Verlockungen seiner Dolmetscherin Eugenia erreichen ihn nicht — sie verlässt ihn schließlich enttäuscht. Was bleibt, sind seine Erinnerungen und die Sehnsucht nach Rußland, denen er sich mehr und mehr überlässt.
Entstehungsgeschichte
Andrei Tarkowski führte Regie bei diesem 1983 erschienenen Film. Zur Besetzung zählen Олег Янковский, Erland Josephson, Domiziana Giordano und Patrizia Terreno. Dass ein russischer und ein schwedischer Darsteller neben zwei italienischen stehen, spiegelt die Konstellation der Geschichte, in der eine Herkunft auf ein fremdes Land trifft.
Hinter den Kulissen
Die Zuordnung zu Drama und Liebesfilm ist hier weniger eindeutig, als sie zunächst klingt. Eine Liebesgeschichte gibt es, aber sie ist eine, die nicht zustande kommt: Eugenia bleibt ohne Antwort, ihre Enttäuschung ist der Ausgang. Das Verhältnis, das die Geschichte tatsächlich trägt, besteht zwischen dem Mann und einem abwesenden Ort.
Bemerkenswert ist die Verdopplung im Aufbau. Gorciacov recherchiert das Leben eines Mannes, dem in derselben Fremde dasselbe widerfuhr, und wird damit zum Leser seiner eigenen Lage. Ein solcher Bau verlangt wenig äußere Handlung; er lebt von Zuständen statt von Ereignissen, von Erinnerung statt von Fortschritt.
Einordnung & Wirkung
7,8 von 10 ist ein hoher Wert, gestützt auf eine vergleichsweise kleine Zahl von Stimmen. Diese Kombination — deutliche Zustimmung bei begrenzter Reichweite — findet sich häufig bei Arbeiten, die ein eigenes Erzähltempo verlangen und dafür ein Publikum belohnen, das sich darauf einlässt.
43 Jahre nach dem Erscheinen hat der Film an Zugänglichkeit weder gewonnen noch verloren. Sein Gegenstand, das Heimweh eines Menschen, der körperlich am Ziel und innerlich woanders ist, hängt nicht an seiner Entstehungszeit.
Bilder








Besetzung & Stab
- Oleg Yankovskiy als Andrei Gorchakov
- Erland Josephson als Domenico
- Domiziana Giordano als Eugenia
- Patrizia Terreno als Andrei's Wife
- Laura De Marchi als Chambermaid
- Delia Boccardo als Domenico's Wife
- Milena Vukotić als Civil Servant
- Raffaele Di Mario
- Rate Furlan
- Livio Galassi
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Verfügbarkeit
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