Oh, Canada (2024)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paul Schrader |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2024-12-06 |
| Einspielergebnis | 1.276.529 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,7 (104 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Leonard Fife ist ein bekannter kanadisch-amerikanischer Dokumentarfilmer mit einer linken politischen Haltung, dessen Lebensgeschichte eng mit einem historischen Umbruch verknüpft ist: Er gehörte zu den sechzigtausend Menschen, die in die Vereinigten Staaten von Kanada geflohen sind, um dem Militärdienst in Vietnam zu entgehen. Nun, in seinen späten Siebzigern, liegt er in Montreal im Sterben, todkrank an Krebs. Er willigt in ein letztes Interview ein, das anders sein soll als alle zuvor: Fife will kein weiteres Mal die Legende bedienen, die um ihn entstanden ist, sondern seine Geheimnisse offenlegen und das Bild entmythologisieren, das andere von ihm gezeichnet haben. Der Film setzt genau an diesem Punkt an, an der Schwelle zwischen öffentlicher Erzählung und privater Wahrheit, ohne dass an dieser Stelle verraten werden soll, wohin dieses Geständnis am Ende führt.
Entstehungsgeschichte
Oh, Canada entstand 2024 unter der Regie von Paul Schrader. Die Hauptrollen übernehmen Richard Gere, Uma Thurman, Jacob Elordi und Michael Imperioli. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Schon der Ausgangspunkt – ein Sterbender, der sein Leben in einem letzten Interview neu erzählen will – legt eine Struktur nahe, die zwischen Gegenwart und Erinnerung wechselt und die Frage nach der Zuverlässigkeit des Erinnerten offen hält. Dass ein Dokumentarfilmer selbst zum Gegenstand einer Befragung wird, kehrt das gewohnte Verhältnis von Beobachter und Beobachtetem um. Die Wahl, gleich zwei Schauspieler unterschiedlichen Alters – etwa mit Jacob Elordi neben Richard Gere – für dieselbe Figur denkbar zu machen, passt zu einem Stoff, der explizit von der Kluft zwischen jungem Handeln und altem Rückblick handelt. Die Einordnung als reines Drama, ohne weitere Genrezusätze, deutet darauf hin, dass der Film seine Spannung aus der Introspektion und nicht aus äußerer Handlung bezieht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich bislang ein gemischtes, keineswegs einhelliges Echo ab. Der Film ist noch jung, der zeitliche Abstand zur Gegenwart entsprechend gering, sodass sich eine über die aktuelle Bewertungslage hinausgehende Einordnung kaum treffen lässt. Innerhalb des Dramagenres reiht er sich in eine Reihe von Alterswerken ein, die späte Lebensbilanzen und die Frage nach Wahrheit und Selbstbild verhandeln.
Bilder








Besetzung & Stab
- Richard Gere als Leo Fife
- Uma Thurman als Emma / Gloria
- Jacob Elordi als Young Leo Fife
- Michael Imperioli als Malcolm
- Victoria Hill als Diana
- Caroline Dhavernas als Rene
- Penelope Mitchell als Sloan Ambrose / Amy
- Kristine Froseth als Alicia Fife
- Megan Mackenzie als Amanda
- Peter Hans Benson als Benjamin Chapman
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Verfügbarkeit
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