Pasolinis tolldreiste Geschichten (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
|---|---|
| Genre | Komödie, Historie, Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-09-02 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (239 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf dem Weg nach Canterbury vertreibt sich eine Gruppe Pilger die Zeit mit Erzählungen. Der junge Nicola nutzt den Aberglauben der Frau eines wohlhabenden Holzfällers aus, um sie zu verführen. Zwei Studenten rächen sich an einem Müller, der seinen Kunden Mehl stiehlt. Der arglose Perkin wird aus seinem Dorf verstoßen und verarmt. Eine unersättliche Witwe aus Bath überlebt mit ihrer Leidenschaft mehrere Ehemänner und erbt deren Besitz. Ein reicher alter Junggeselle heiratet die sehr junge Maggio, die ihn mit einem jungen Mann betrügt. Zwischen den Geschichten sitzt ein Schreiber, der alles notiert und die menschlichen Schwächen mit Ironie und Humor kommentiert.
Entstehungsgeschichte
Pier Paolo Pasolini führte 1972 bei diesem Episodenfilm Regie, der als Komödie, historisches Drama und Erzählwerk zugleich angelegt ist. In den Rollen sind Hugh Griffith, Laura Betti, Ninetto Davoli und Franco Citti zu sehen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Struktur aus mehreren, lose verbundenen Erzählungen erlaubt es, unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und menschliche Verhaltensweisen nebeneinanderzustellen: Begierde, List, Habgier und Verrat wiederholen sich in wechselnden Konstellationen. Die Kombination aus Komödie und Drama vor historischer Kulisse deutet auf einen Erzählton hin, der Situationen zuspitzt, ohne sie moralisch aufzulösen. Die Figur des mitschreibenden Beobachters rahmt die Episoden und macht das Erzählen selbst zum Thema, während die Altersfreigabe ab 18 auf eine unverblümte Behandlung körperlicher und zwischenmenschlicher Themen hindeutet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Titel im mittleren Feld, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ableiten ließe. Seit der Entstehung 1972 sind über fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film als Zeitdokument einer bestimmten filmischen Herangehensweise an episodisches Erzählen erscheinen lässt. Innerhalb der Verbindung von Komödie, Historie und Drama nimmt er eine Position ein, die eher auf Vielstimmigkeit als auf eine einzelne durchgehende Handlung setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hugh Griffith als Sir January
- Laura Betti als The Wife from Bath
- Ninetto Davoli als Perkin
- Franco Citti als Devil
- Josephine Chaplin als May
- Alan Webb als Old Man
- Pier Paolo Pasolini als Geoffrey Chaucer
- Vernon Dobtcheff als The Franklin
- Jenny Runacre als Alison
- Adrian Street als Fighter
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Verfügbarkeit
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