Perfect Days (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Wim Wenders |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-11-10 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 14.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 24.094.016 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (2.061 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Hirayama, ein Mann mittleren Alters, lebt bescheiden in Tokio und reinigt öffentliche Toilettenanlagen — künstlerisch gestaltete Bauten im Bezirk Shibuya. Sein Tag folgt festen Routinen. In seiner freien Zeit hört er Musik von Kassetten und liest.
Diese Ordnung gerät in Bewegung: durch seinen unzuverlässigen Assistenten Takashi, durch die unangemeldete Ankunft seiner Nichte Niko und durch eine Reihe von Begegnungen.
Entstehungsgeschichte
2022 wurde Wim Wenders eingeladen, einen Dokumentarfilm über „The Tokyo Toilet" zu drehen — 17 künstlerisch gestaltete WC-Anlagen in Shibuya. Wenders entschied sich stattdessen für einen Spielfilm.
Regie führte Wenders, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Takuma Takasaki. Beide produzierten den Film zusammen mit Koji Yanai. Die Kamera führte Franz Lustig, den Schnitt besorgte Toni Froschhammer.
Kōji Yakusho spielt Hirayama; Wenders hatte ihn seit „Shall we dance?" (1996) bewundert, Yakusho interessierte sich seinerseits für die Rolle. Arisa Nakano spielt die Nichte Niko, Tokio Emoto den Assistenten Takashi, Yumi Aso die Schwester Keiko, Sayuri Ishikawa die Restaurantbesitzerin „Mama", Tomokazu Miura den Tomoyama, Aoi Yamada die Aya und Min Tanaka einen Obdachlosen.
Gedreht wurde im Herbst 2022 in nur 17 Tagen, weil Yakusho zeitlich begrenzt verfügbar war.
Hinter den Kulissen
Franz Lustig drehte „von der Schulter" statt mit Handkamera und fungierte dabei als „lebendes Stativ". So kamen etwa 50 Einstellungen am Tag zustande — eine Arbeitsweise, die den semidokumentarischen Ansatz des Films stützt.
Der Soundtrack besteht aus den Stücken, die Hirayama auf Kassetten hört: Lou Reed, Patti Smith, Otis Redding, The Velvet Underground, Nina Simone, Van Morrison und andere. Der Titel verweist auf Reeds Lied „Perfect Day"; Wenders hatte mit Reed gearbeitet, bevor dieser 2013 starb.
Wenders erklärte, Hirayama sei seiner Vorstellung nach ein wohlhabender Geschäftsmann gewesen, der seine Karriere aufgab, nachdem ihn die Schönheit von Sonnenlicht durch Baumblätter bewegt hatte. Der Film ist eine Hommage an Yasujirō Ozu — die Hauptfigur trägt denselben Namen wie Ozus Figur in „Die Reise nach Tokyo" (1953).
Einordnung & Wirkung
Premiere war am 25. Mai 2023 in Cannes. Kōji Yakusho erhielt dort den Preis als bester Schauspieler, Wenders den Preis der Ökumenischen Jury. 2024 folgte die Oscar-Nominierung als bester internationaler Film — die erste Nominierung eines nicht-japanischen Regisseurs für Japan.
Screen International vergab 2,9 von 4 Sternen. Dieter Oßwald urteilte, mit „furioser Leichtigkeit" gelinge Wenders „der ziemlich perfekte Film". Das Lexikon des internationalen Films hält fest, Wenders entfalte „seine filmische Hommage an sein Vorbild Yasujiro Ozu in eindrucksvoller Seelenruhe".
Bilder








Besetzung & Stab
- Koji Yakusho als Hirayama
- Tokio Emoto als Takashi
- Arisa Nakano als Niko
- Aoi Yamada als Aya
- Yumi Aso als Keiko
- Sayuri Ishikawa als Mama
- Tomokazu Miura als Tomoyama
- Min Tanaka als Homeless
- Miyako Tanaka als Old Lady with Brush
- Ron Mizuma als Businessman
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Verfügbarkeit
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