Quäle nie ein Kind zum Scherz (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Lucio Fulci |
|---|---|
| Genre | Horror |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-09-29 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (427 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem Dorf auf Sizilien geht ein Wahnsinniger um: Er verübt eine Serie von Morden, deren Opfer aus einer Gruppe von Kindern stammen. Die Gemeinschaft gerät an den Rand der Hysterie, und bald steht jeder unter Verdacht. Nachbarn beäugen einander, alte Gewissheiten tragen nicht mehr.
Der Journalist Andrea Martelli, gespielt von Tomas Milian, versucht herauszufinden, wer tatsächlich hinter den Taten steckt. Zugleich bemüht sich die schöne Patrizia, dargestellt von Barbara Bouchet, den Verdacht abzuschütteln, der sich gegen sie richtet. Doch die Angst entwickelt eine eigene Dynamik und entlädt sich in einer Welle der Gewalt, die auch Unschuldige trifft. Die Geschichte beruft sich dabei auf wahre Begebenheiten. Wer der Täter ist, wird hier nicht verraten.
Entstehungsgeschichte
Lucio Fulci inszenierte den Film im Jahr 1972. Zur Besetzung gehören Florinda Bolkan, Barbara Bouchet, Tomas Milian und Irene Papas. Mit dem Reporter und der verdächtigten Patrizia lassen sich zwei der zentralen Figuren direkt Milian und Bouchet zuordnen.
Der deutsche Titel formuliert eine Mahnung, während der englische Titel „Don't Torture a Duckling“ ein verfremdetes Bild wählt. Beide umschreiben den Kriminalfall eher, als dass sie ihn benennen.
Hinter den Kulissen
Der Film bleibt ganz im Horror verankert, ohne ein zweites Genre beizumischen. Die Anlage enthält dennoch Bausteine des Kriminalstoffs: einen Ermittler, eine Verdächtige und eine abgeschlossene Dorfgemeinschaft. Das Grauen speist sich weniger aus einem übernatürlichen Wesen als aus Misstrauen und kollektiver Panik.
Dass Kinder die Opfer sind, macht den Stoff besonders heikel. Die Handlung verschiebt den Blick zudem vom einzelnen Täter auf die Menge, die sich gegen vermeintlich Schuldige wendet. Damit stellt sich nicht nur die Frage nach dem Mörder, sondern auch danach, was Angst aus einer Gemeinschaft macht.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,3 von 10 ist für einen Horrorfilm ein beachtlicher Wert. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen, also auf einem überschaubaren, aber nicht zu kleinen Publikum. Der Zuspruch fällt damit deutlich positiv aus.
Das Erscheinen liegt 54 Jahre zurück. Dass ein so alter Genrefilm heute so bewertet wird, zeigt, dass seine Mischung aus Dorfdrama, Mordserie und Massenhysterie auch mit großem zeitlichem Abstand Zuschauer erreicht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Florinda Bolkan als Maciara
- Barbara Bouchet als Patrizia
- Tomas Milian als Andrea Martelli
- Irene Papas als Dona Aurelia Avallone
- Marc Porel als Don Alberto Avallone
- Georges Wilson als Francesco
- Antonello Campodifiori als Police Lieutenant
- Ugo D'Alessio als Captain Modesti
- Virgilio Gazzolo als Police Commissioner
- Vito Passeri als Giuseppe Barra
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Verfügbarkeit
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