Schuhputzer (1946)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Vittorio De Sica |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1946-04-27 |
| Einspielergebnis | 17.480 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (280 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Rom der unmittelbaren Nachkriegszeit schlagen sich die beiden Jungen Pasquale und Giuseppe als Schuhputzer durch. Ihr gemeinsamer Traum von einem eigenen Pferd treibt sie in einen Schwarzmarkt-Handel, an dem auch Giuseppes älterer Bruder beteiligt ist. Der Pferdekauf gelingt, doch kurz darauf greift die Polizei zu, und beide Freunde landen getrennt in einem Jugendgefängnis. Dort setzt die Polizei Pasquale unter Druck, bis er den Bruder verrät. Der Vertrauensbruch stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe. Als Pasquale gemeinsam mit anderen Jungen aus der Haft ausbricht, treibt ihn Enttäuschung und Verbitterung dazu, Giuseppe selbst der Polizei auszuliefern. Die Geschichte steuert auf eine letzte, folgenschwere Begegnung der beiden Kinder zu.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1946 unter der Regie von Vittorio De Sica. In den Hauptrollen sind Franco Interlenghi und Rinaldo Smordoni zu sehen, außerdem wirken Annielo Mele und Bruno Ortenzi mit. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist um zwei Kinder gebaut, die in einer zerstörten Stadt auf sich allein gestellt sind und deren Alltag von Improvisation, Not und Schwarzmarktgeschäften geprägt ist. Dass ausgerechnet ein Kinderfreundschaft im Zentrum steht, verschärft die Wucht der Ereignisse: Verrat, Trennung und Misstrauen treffen hier keine Erwachsenen, sondern Jugendliche, die eigentlich aufeinander angewiesen wären. Die Anlage der Handlung – vom gemeinsamen Traum über die Festnahme bis zur erzwungenen Entzweiung – folgt konsequent der Logik, wie äußere Zwänge private Bindungen zerstören können. Das Genre Drama wird hier nicht über große Wendungen, sondern über die schrittweise Erosion einer Beziehung getragen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt sich, dass der Film bei denen, die ihn bewertet haben, überwiegend positiv aufgenommen wird, auch wenn die Zahl der Stimmen noch keine breite Öffentlichkeit widerspiegelt. Seit der Entstehung 1946 sind mittlerweile weit über siebzig Jahre vergangen, der Film gehört damit zu den frühen Nachkriegsproduktionen des italienischen Kinos, die sich mit den sozialen Folgen des Krieges für die Jüngsten auseinandersetzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Franco Interlenghi als Pasquale Maggi
- Rinaldo Smordoni als Giuseppe Filippucci
- Annielo Mele als Raffaele
- Bruno Ortenzi als Arcangeli
- Emilio Cigoli als Staffera
- Gino Saltamerenda als il Panza (uncredited)
- Peppino Spadaro als L'avvocato Bonavino (uncredited)
- Antonio Nicotra als Bartoli, l'assistente sociale (uncredited)
- Leo Garavaglia als il commissario (uncredited)
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Verfügbarkeit
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