Tunnel der lebenden Leichen (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gary Sherman |
|---|---|
| Genre | Horror |
| Laufzeit | 87 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-10-13 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,8 (135 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junges Paar findet in einer Londoner U-Bahn-Station einen Mann, der bewusstlos auf den Stufen liegt. Als sie Hilfe holen und zurückkehren, ist der Körper verschwunden. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen ranghohen Politiker handelt, der seither als vermisst gilt. Die beiden erfahren zudem, dass in den vergangenen Monaten in derselben Gegend bereits mehrere Menschen spurlos verschwunden sind. Die Spur führt zu einem Kapitel aus der Vergangenheit der Station: Bei den Bauarbeiten für die U-Bahn kamen einst Arbeiter unter der Erde ums Leben, ihre Leichen galten als unauffindbar und blieben verschüttet zurück. Was das mit den aktuellen Vorfällen zu tun hat, bleibt im Verborgenen der Tunnel.
Entstehungsgeschichte
"Tunnel der lebenden Leichen" entstand 1972 unter der Regie von Gary Sherman. In den Hauptrollen sind Donald Pleasence, Norman Rossington, David Ladd und Sharon Gurney zu sehen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben und dem Horrorgenre zugeordnet.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft ein zeitgenössisches Verschwinden mit einem lange zurückliegenden Unglück unter der Stadt und macht damit den Untergrund selbst zum Schauplatz eines Traumas, das nie aufgearbeitet wurde. Dass ein Politiker unter den Vermissten ist, bringt eine gesellschaftliche Ebene in eine Handlung, die sonst im Verborgenen der Infrastruktur spielt. Die Ausgangssituation, ein Paar, das zufällig Zeuge wird und dessen Beobachtung dann angezweifelt wird, weil der Beweis verschwindet, ist eine klassische Anlage, um Unsicherheit und Misstrauen aufzubauen, bevor das eigentliche Ausmaß des Geschehens sichtbar wird. Die Verbindung von historischem Unrecht an Arbeitern und gegenwärtigem Grauen deutet auf eine Geschichte hin, die Horror nicht nur als Bedrohung von außen zeigt, sondern als Folge von etwas, das unter der Stadt begraben und vergessen wurde.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit der Entstehung 1972 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, der Film gehört damit zu den älteren Vertretern des britischen Horrorkinos jener Dekade. Innerhalb des Genres steht er für eine Spielart, die Schrecken aus urbaner Infrastruktur und verdrängter Geschichte statt aus übernatürlichen Elementen bezieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Donald Pleasence als Inspector Calhoun
- Norman Rossington als Det.Sgt. Rogers
- David Ladd als Alex Campbell
- Sharon Gurney als Patricia Wilson
- Hugh Armstrong als The "Man"
- June Turner als The "Woman"
- Clive Swift als Inspector Richardson
- James Cossins als James Manfred O.BE.
- Heather Stoney als P.C.W. Alice Marshall
- Hugh Dickson als Dr. Bacon
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Verfügbarkeit
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