Wolfzeit (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-08-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 9.966.600 $ |
| Einspielergebnis | 499.149 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (223 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ana kommt mit ihrer Tochter im Teenageralter und ihrem zwölfjährigen Sohn auf ein Landhaus, das eigentlich Zuflucht für einen Feiertag sein sollte. Doch das Haus ist bereits besetzt, von Fremden, die sich weigern zu gehen. Hilfe bei den Nachbarn gibt es nicht, denn niemandem ist mehr zu vertrauen: Die gesellschaftliche Ordnung ist von einem Moment auf den anderen zusammengebrochen, Menschen ziehen umher wie Nomaden, Übergriffe drohen jederzeit. Ohne Nahrung und Wasser irren Mutter und Kinder durch die Nacht, treffen auf einen Jungen, der von Aasresten lebt, und folgen später Bahngleisen zu einem Bahnhof, an dem eine Gruppe auf einen ungewissen Zug wartet. Selbst inmitten von Erschöpfung und Würdeverlust finden manche noch einen Sinn für Zärtlichkeit und für so etwas wie Poesie.
Entstehungsgeschichte
„Wolfzeit“ entstand 2003 unter der Regie von Michael Haneke und ist als Drama angelegt. In den zentralen Rollen sind Isabelle Huppert, Patrice Chéreau, Brigitte Roüan und Daniel Duval zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verzichtet auf klare Erklärungen für den Zusammenbruch, den sie zeigt, und konzentriert sich stattdessen auf die Reaktionen der Figuren darauf. Das Drama entfaltet sich als Überlebensgeschichte, in der gewohnte soziale Regeln außer Kraft gesetzt sind und Nähe wie Misstrauen gleichermaßen zur Überlebensfrage werden. Dass eine Familie mit Kindern im Zentrum steht, verschärft die Ausweglosigkeit der Situation, während einzelne Momente von Zuwendung – etwa die erwähnte Sensibilität für Poesie und Liebe inmitten der Verrohung – einen Kontrapunkt setzen. Die Anlage der Erzählung, die auf Wanderschaft, Warten und Unsicherheit setzt, verweigert sich klassischen Spannungsmustern und legt den Fokus stattdessen auf Beobachtung und Zustand.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich „Wolfzeit“ im mittleren Bereich der Bewertungsskala. Seit dem Erscheinungsjahr 2003 sind mehr als zwei Dekaden vergangen, ohne dass sich daran eine breite quantitative Resonanz abzeichnet. Innerhalb des Dramas nimmt der Film mit seinem Szenario des gesellschaftlichen Zusammenbruchs eine Position ein, die sich weniger über Handlung als über Stimmung und Zustand definiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Isabelle Huppert als Anne Laurent
- Patrice Chéreau als Thomas Brandt
- Brigitte Roüan als Béa
- Daniel Duval als Georges Laurent
- Béatrice Dalle als Lise Brandt
- Anaïs Demoustier als Eva Laurent
- Olivier Gourmet als Koslowski
- Maurice Bénichou als M. Azoulay
- Luminița Gheorghiu als Mrs. Homolka
- Rona Hartner als Arina
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Verfügbarkeit
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