Roy Ward Baker
Werdegang
Roy Ward Baker, geboren am 19. Dezember 1916, war ein englischer Filmregisseur. Seine Karriere begann 1934 bei Gainsborough Pictures in Nordlondon, wo er zunächst einfache Aufgaben übernahm, bevor er sich bis 1938 zum Regieassistenten hocharbeitete, unter anderem für Alfred Hitchcocks „Eine Dame verschwindet". Während des Zweiten Weltkriegs diente er in der Armee und wechselte 1943 zur Kinematographeneinheit, um Dokumentar- und Lehrfilme zu produzieren. Über seinen dortigen Vorgesetzten, den Schriftsteller Eric Ambler, kam er 1947 zu seinem ersten großen Regieauftrag bei „The October Man". Anfang der 1950er-Jahre arbeitete er einige Jahre in Hollywood, unter anderem mit Marilyn Monroe und Robert Ryan, bevor er nach Großbritannien zurückkehrte. Sein bekanntester Film, „Die letzte Nacht der Titanic", entstand 1958. In den 1960er-Jahren wandte er sich dem Fernsehen zu und führte Regie bei Abenteuerserien, bevor er sich der britischen Horrorfilmproduktion für Studios wie Hammer und Amicus zuwandte. Ende der 1970er-Jahre kehrte er zum Fernsehen zurück und ging 1992 in den Ruhestand.
Filmografie bei uns
In unserem Katalog sind zehn Filme von Roy Ward Baker als Regisseur verzeichnet, Serien sind darunter nicht vertreten. Die Titel stammen aus den Jahren 1952 bis 1981, decken also eine Zeitspanne von 29 Jahren ab. Das Genrespektrum ist breit gefächert und reicht von Drama, Action und Historie über Science Fiction bis zu Horror, Thriller und Komödie, wobei Horrorproduktionen deutlich überwiegen.
Einordnung
Die zehn Titel bewerten wir im Schnitt mit 6,3 von 10, wobei die Werte zwischen 5,8 und 7,6 liegen. Am besten bewertet ist „Die letzte Nacht der Titanic" mit 7,6 von 10, der zugleich der älteste der beiden zeitlich am weitesten zurückliegenden Titel im Katalog ist. Der neueste Titel, „Monster Club" aus dem Jahr 1981, liegt 65 Jahre nach dem Geburtsjahr des Regisseurs und markiert das Ende seiner bei uns erfassten Schaffensphase.