Die schrecklichen Kinder (1950)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Melville |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1950-03-29 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (125 Stimmen) |
Worum es geht
Élisabeth und Paul sind Geschwister, deren Verhältnis zueinander sich nicht in einfache Worte fassen lässt: Sie hassen sich und lieben sich mit einer Intensität, die keinen Platz für andere lässt. Ihre Mutter ist krank und kaum in der Lage, sich um sie zu kümmern, sodass die beiden zunehmend auf sich selbst gestellt sind. Aus dieser Verlassenheit entsteht eine eigene, abgeschottete Welt, die nur den beiden gehört. Wer von außen in dieses Universum eindringt, wird nicht als gleichwertiger Mensch behandelt, sondern als Figur, mit der die Geschwister spielen, bevor sie wieder ausgeschlossen wird.
Entstehungsgeschichte
„Die schrecklichen Kinder“ entstand 1950 unter der Regie von Jean-Pierre Melville. In den Hauptrollen sind Nicole Stéphane, Édouard Dermithe, Renée Cosima und Jacques Bernard zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Schon die Einordnung als reines Drama macht deutlich, dass es hier nicht um äußere Handlung, sondern um ein enges, fast klaustrophobisches Beziehungsgeflecht geht. Die Beschreibung der Geschwister als „schrecklich“ verweist auf eine Erzählform, die Nähe und Zerstörung nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten derselben Bindung zeigt. Dass Außenstehende nur vorübergehend Zugang zu dieser Welt erhalten, unterstreicht die Konzentration der Geschichte auf ein geschlossenes System aus zwei Figuren, in dem jede weitere Person letztlich austauschbar bleibt. Die kranke, abwesende Mutter fungiert dabei weniger als eigenständige Figur denn als Auslöser für die Isolation, in der sich Élisabeth und Paul ihre eigene Ordnung schaffen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, was angesichts des inzwischen sehr großen zeitlichen Abstands – der Film liegt mittlerweile weit über sieben Jahrzehnte zurück – nicht überrascht: Ein Werk dieser Machart erreicht heute naturgemäß ein kleineres Publikum als aktuelle Produktionen. Innerhalb des Dramas markiert der Film mit seiner Konzentration auf ein einziges, in sich verschlossenes Geschwisterpaar eine eigene, konsequent durchgehaltene Erzählhaltung, die sich weniger über äußere Ereignisse als über die innere Dynamik zweier Figuren definiert.
Bilder


Besetzung & Stab
- Nicole Stéphane als Elisabeth
- Édouard Dermithe als Paul
- Renée Cosima als Dargelos / Agathe
- Jacques Bernard als Gerard
- Jean Cocteau als Narrator (voice)
- Melvyn Martin als Michael
- Maria Cyliakus als Mother
- Jean-Marie Robain als Headmaster
- Maurice Revel als Doctor
- Rachel Devirys
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Verfügbarkeit
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