Ginger und Fred (1986)
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| Regie | Federico Fellini |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-01-22 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (143 Stimmen) |
Worum es geht
In den 1940er Jahren zogen Amelia Bonetti und Pippo Botticella als Tanzpaar Ginger und Fred über die Bühnen der Welt. Danach verloren sie sich aus den Augen, bis eine Fernsehshow beide wieder zusammenbringen soll. Kurz vor dem Wiedersehen erfährt Amelia, dass die damalige Trennung Pippo so zugesetzt hat, dass er in einer Nervenheilanstalt behandelt werden musste. Die Show selbst entpuppt sich rasch als grelle Freakshow: Ein Erfinder essbarer Unterwäsche tritt auf, ebenso eine Kuh mit zwanzig Zitzen und eine Frau, die von ihrem wochenlangen freiwilligen Fernsehverzicht berichtet. Zwischen all dem behaupten Pippo und Amelia mit ihrer stillen Herzlichkeit und ihren Erinnerungen an gemeinsame Zeiten eine ganz andere Art von Unterhaltung.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1986 unter der Regie von Federico Fellini. In den Hauptrollen stehen Giulietta Masina als Amelia und Marcello Mastroianni als Pippo, an ihrer Seite sind Franco Fabrizi und Friedrich von Ledebur besetzt.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Komödie und Drama zugleich deutet die Doppelbödigkeit der Geschichte an: Der grelle, comichafte Trubel der Fernsehshow steht der leisen, melancholischen Wiederbegegnung zweier alter Weggefährten gegenüber. Die Aufzählung skurriler Show-Acts – vom Erfinder essbarer Unterwäsche bis zur Kuh mit zwanzig Zitzen – funktioniert als Kontrastfolie, an der sich die Menschlichkeit der beiden Hauptfiguren umso deutlicher abzeichnet. Dass Amelia von Pippos psychischer Krise durch die Trennung erfährt, verleiht der komödiantischen Rahmenhandlung ein ernstes Fundament: Es geht nicht nur um ein Wiedersehen, sondern um die Frage, was aus zwei Menschen wird, wenn ihre gemeinsame Bühne verschwindet und sie sich in einer Welt wiederfinden, die Aufmerksamkeit nur noch als Spektakel kennt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Bereich. Seit der Veröffentlichung 1986 sind mittlerweile deutlich mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Blick auf die im Film verhandelte Fernsehkultur zusätzlich historisch einfärbt. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama nimmt der Titel eine Position ein, die auf die Reibung zwischen Show-Business und persönlicher Erinnerung setzt, statt auf reine Situationskomik oder reines Melodram.
Bilder








Besetzung & Stab
- Giulietta Masina als Amelia "Ginger" Bonetti
- Marcello Mastroianni als Pippo "Fred" Botticella
- Franco Fabrizi als Aurelio, "Ed Ecco A Voi" Host
- Friedrich von Ledebur als Admiral Aulenti
- Augusto Poderosi als Evelina Pollini
- Martin Maria Blau als Florenzio
- Jacques Henri Lartigue als Brother Gerolamo
- Totò Mignone als Toto
- Ezio Marano als Author
- Antoine Saint-John als (credit only)
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Verfügbarkeit
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