The Wicker Man (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robin Hardy |
|---|---|
| Genre | Horror |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-12-06 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 810.000 $ |
| Einspielergebnis | 885.371 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (1.726 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein tiefgläubiger Polizeisergeant erhält einen anonymen Brief: Auf einer abgelegenen schottischen Insel werde ein Mädchen vermisst.
Vor Ort bestreiten die Bewohner, dass es das Kind überhaupt gibt. Der Sergeant stößt auf eine Gemeinschaft, die einen alten heidnischen Fruchtbarkeitskult pflegt — und findet in den Schulunterlagen doch einen Namen. Man erklärt ihm, das Mädchen sei tot. Er glaubt das nicht. Auf das bevorstehende Maifest läuft alles zu.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Robin Hardy, das Drehbuch schrieb Anthony Shaffer.
Edward Woodward spielt Sergeant Neil Howie, Christopher Lee den Lord Summerisle, Britt Ekland die Willow MacGreagor, Ingrid Pitt die Bibliothekarin, Diane Cilento die Miss Rose und Lindsay Kemp den Alder MacGreagor.
Produziert wurde der Film von Peter Snell. Die Kamera führte Harry Waxman, den Schnitt besorgte Eric Boyd-Perkins, die Musik stammt von Paul Giovanni.
Gedreht wurde im Oktober und November 1972 in Dumfries and Galloway im Südwesten Schottlands. Britt Ekland nannte den Ort später den finstersten der Erde.
Es existieren mehrere Fassungen: eine Kinofassung von 84 Minuten, ein Final Cut von 92 Minuten und ein ursprünglich für die britische Auswertung vorgesehener Director's Cut von 99 Minuten, der als verschollen gilt.
Hinter den Kulissen
Die Jahreszeit war das größte praktische Problem. Der Film spielt im Frühling, gedreht wurde im Spätherbst. Für die Bäume wurden künstliche Apfelblüten hergestellt und angebracht; die Darsteller lutschten zwischen den Aufnahmen Eisstücke, damit ihr Atem im Bild nicht sichtbar wurde.
Erzählerisch arbeitet der Film gegen die Erwartung des Genres. Es gibt kein Monster und keine Gewaltdarstellung im üblichen Sinn — die Bedrohung besteht darin, dass eine ganze Gemeinschaft freundlich, offen und vollständig einig ist.
Die Musik trägt das mit. Paul Giovannis Arbeit griff auf altes Liedgut zurück; das mittelalterliche englische Lied „Mirie it is while sumer ilast" wurde durch den Film zu einem der international meistgespielten Stücke Alter Musik. Ein Horrorfilm, dessen nachhaltigste Wirkung in der Verbreitung eines mittelalterlichen Liedes besteht, ist ein Sonderfall.
Einordnung & Wirkung
Cinefantastique nannte den Film den „Citizen Kane des Horrorfilms". Das Lexikon des internationalen Films beschrieb ihn als ungewöhnlich intensiven Horrorfilm ohne grobe Schockeffekte.
1999 führte das British Film Institute ihn auf Platz 96 der besten britischen Filme aller Zeiten.
Christopher Lee nannte den Lord Summerisle zeit seines Lebens eine seiner liebsten Rollen — bemerkenswert bei einem Darsteller, dessen Laufbahn vor allem mit anderen Figuren verbunden wird.
Die Nachwirkung reicht bis in die Popmusik. Iron Maiden widmeten dem Film 2000 ein Stück, Radiohead bezogen sich 2016 im Videoclip zu „Burn the Witch" darauf.
Dass drei Schnittfassungen existieren und die längste als verschollen gilt, gehört zur Geschichte dieses Films dazu — was heute zu sehen ist, ist nicht das, was ursprünglich gezeigt werden sollte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Edward Woodward als Sergeant Neil Howie
- Christopher Lee als Lord Summerisle
- Britt Ekland als Willow MacGreagor
- Diane Cilento als Miss Rose
- Ingrid Pitt als Librarian
- Roy Boyd als Broome
- Lesley Mackie als Daisy
- Walter Carr als School Master
- Irene Sunters als May Morrison
- Lindsay Kemp als Alder MacGreagor
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