Tokyo-Ga (1985)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Wim Wenders |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 88 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1985-04-24 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (106 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Wim Wenders reist nach Tokio, um eine Stadt zu suchen, die er aus Filmen kennt – jener von Yasujiro Ozu. Was er stattdessen vorfindet, ist ein Tokio, das von Technik und Beschleunigung geprägt ist und immer wieder mit den überlieferten Formen der japanischen Kultur zusammenstößt. Zwischen diesen beiden Bildern der Stadt bewegt sich der Film, ohne sie einfach gegeneinander auszuspielen. Wenders sucht nach Spuren, nicht nach Urteilen, und lässt Menschen zu Wort kommen, die Ozu persönlich kannten: seinen Kameramann Yuharu Atsuta und den Schauspieler Chishu Ryu, der in vielen von dessen Filmen vor der Kamera stand.
Entstehungsgeschichte
"Tokyo-Ga" entstand 1985 unter der Regie von Wim Wenders als Dokumentarfilm. Vor der Kamera treten Chishū Ryū und Yuharu Atsuta auf, außerdem sind Werner Herzog und Chris Marker zu sehen. Genre und Anlage weisen den Film klar als essayistisches, persönlich erzähltes Dokumentarwerk aus.
Hinter den Kulissen
Dass ein deutscher Regisseur eine japanische Stadt durch die Filme eines japanischen Regisseurs zu verstehen versucht, macht die besondere Struktur des Films aus: Er ist zugleich Reisebericht, Recherche und persönliche Annäherung. Die Auswahl der Gesprächspartner – enge Mitarbeiter Ozus auf der einen, mit Werner Herzog und Chris Marker zwei weitere Filmschaffende auf der anderen Seite – deutet darauf hin, dass es Wenders nicht nur um Fakten, sondern um unterschiedliche Blickwinkel auf das Filmemachen und auf Tokio selbst geht. Die Beschränkung auf das Dokumentarische, ohne inszenierte Handlung, unterstreicht den suchenden, fragenden Charakter der Arbeit.
Einordnung & Wirkung
Vierzig Jahre nach seiner Entstehung wird "Tokyo-Ga" mit 7,1 von 10 Punkten bewertet, bei einer im Verhältnis zum Alter des Films schmalen Stimmenbasis. Das deutet auf ein Publikum hin, das den Film gezielt sucht, statt ihn zufällig zu entdecken. Innerhalb des Dokumentarfilmgenres steht er für einen persönlichen, essayistischen Zugang, der weniger auf umfassende Information als auf eine individuelle Perspektive auf Stadt und Kino setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Chishū Ryū als Self
- Yûharu Atsuta als Self
- Werner Herzog als Self
- Chris Marker als Self (uncredited)
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Verfügbarkeit
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