Dekalog, Zehn (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film, Komödie |
| Laufzeit | 57 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-05-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (142 Stimmen) |
Worum es geht
Zwei Brüder, Artur und Jerzy, erben die Briefmarkensammlung ihres verstorbenen Vaters und entdecken darin einen Wert, der weit über das Sentimentale hinausgeht. Was als Andenken beginnt, wird zur Obsession: Die beiden wollen die Sammlung vervollständigen und schrecken dabei vor ungewöhnlichen Mitteln nicht zurück. Jerzy geht so weit, eine Niere zu spenden, um an eine fehlende Marke zu gelangen, deren Besitzer eine kranke Tochter hat. Der Aufwand, den sie in die Absicherung ihres neu erworbenen Reichtums stecken, erweist sich am Ende als nutzlos. Die Geschichte zeigt, wie aus zwei Männern, die von Anfang an vor allem den eigenen Vorteil im Blick hatten, ein Paar wird, das sich in Misstrauen und wechselseitigen Vorwürfen verliert.
Entstehungsgeschichte
„Dekalog, Zehn“ entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski als Teil einer für das Fernsehen produzierten Filmreihe. In den Hauptrollen der Brüder stehen sich Jerzy Stuhr und Zbigniew Zamachowski gegenüber, in weiteren Rollen sind Henryk Bista und Olaf Lubaszenko zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit komödiantischen Zügen macht die Anlage der Geschichte deutlich: Der Stoff, eine Erbschaft, Gier und die Zerrüttung einer Geschwisterbeziehung, wäre auch als reine Tragödie denkbar, wird hier aber mit einem bitteren, ironischen Unterton erzählt. Dass ausgerechnet eine Niere zur Verhandlungsware wird, um eine Briefmarke zu erwerben, zeigt die Verschiebung der Werte, um die es geht – Körperliches und Materielles werden gegeneinander aufgewogen. Der Diebstahl am Ende der Geschichte funktioniert als Pointe, die die vorherigen Opfer der Brüder ins Absurde kippen lässt, ohne dass die Erzählung ihren ernsten Kern dabei verlässt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu den besser bewerteten Beiträgen seines Umfelds, auch wenn die Zahl der Stimmen noch keine breite Rezeption widerspiegelt. Seit der Entstehung 1989 sind inzwischen deutlich mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Blick auf die Serie als Ganzes eher historisch macht. Innerhalb der Kombination aus Fernsehdrama und Komödie nimmt dieser Beitrag eine Position ein, die menschliche Schwächen mit einer gewissen Leichtigkeit vorführt, ohne sie zu verharmlosen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jerzy Stuhr als Jerzy Janicki
- Zbigniew Zamachowski als Artur Janicki
- Henryk Bista als Stamp Store Owner
- Olaf Lubaszenko als Tomek
- Maciej Stuhr als Piotrek
- Jerzy Turek als Philatelist
- Anna Gornostaj als Nurse
- Henryk Majcherek als Chairman
- Elżbieta Panas als Jerzy's Wife
- Daniel Kozakiewicz als Seller
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Verfügbarkeit
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