Drei Farben: Rot (1994)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery, Liebesfilm |
| Laufzeit | 99 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1994-05-12 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 4.127.033 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.598 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Valentine arbeitet in Genf als Fotomodell. Auf der Straße fährt sie einen Hund an — und bringt ihn zu seinem Besitzer zurück, einem pensionierten Richter.
Der Mann ist zynisch und einsam, und er hat eine Gewohnheit, die Valentine entsetzt: Er hört die Telefonate seiner Nachbarn ab. Gleichzeitig erlebt der Jurastudent Auguste, der ganz in der Nähe wohnt, Zufälle, die der Jugend des Richters gleichen. Valentine und Auguste kreuzen einander ständig, ohne sich zu begegnen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Krzysztof Kieślowski, der das Drehbuch gemeinsam mit Krzysztof Piesiewicz schrieb. Produziert wurde der Film von Marin Karmitz.
Irène Jacob spielt Valentine, Jean-Louis Trintignant den Richter, Jean-Pierre Lorit den Auguste und Samuel Le Bihan den Fotografen.
Die Kamera führte Piotr Sobociński, den Schnitt Jacques Witta, die Musik stammt von Zbigniew Preisner und Bertrand Lenclos.
Der Film entstand 1994 als französisch-polnisch-schweizerische Produktion in französischer Sprache, dauert 99 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Der Film ist der Abschluss einer Trilogie, und er löst sie ein: Bei einem Fährunglück auf einer Reise nach England treffen Überlebende aus allen drei Filmen zusammen.
Das ist mehr als eine Verbeugung. Kieślowski hatte drei Geschichten erzählt, die nebeneinander liefen; erst hier zeigt sich, dass sie in derselben Welt spielen.
Die eigentliche Konstruktion ist aber die Doppelung. Was Auguste erlebt, hat der Richter Jahrzehnte zuvor erlebt — der Film stellt zwei Leben nebeneinander, die um eine Generation versetzt sind.
Das Abhören der Nachbarn ist dabei der moralische Prüfstein. Der Richter tut etwas Verwerfliches, und Valentine muss entscheiden, wie sie sich dazu verhält.
Einordnung & Wirkung
Metacritic vergab 100 von 100 Punkten, Rotten Tomatoes weist 100 Prozent Zustimmung aus — beides Höchstwerte, die kaum ein Film erreicht.
Die Kritik nannte den Film einen glänzenden formalen Abschluss und sah darin menschliche Missverständnisse und Formen der Entfremdung, durchzogen von Skepsis und zugleich geprägt von humanem Interesse am Schicksal anderer.
Ausgezeichnet wurde er mit dem César für die beste Filmmusik. Hinzu kamen drei Oscar-Nominierungen — für Regie, Drehbuch und Kamera —, vier BAFTA-Nominierungen und mehrere internationale Kritikerpreise, darunter als bester ausländischer Film in Boston, Chicago, Los Angeles und New York.
Drei Oscar-Nominierungen für einen französischsprachigen Film, darunter für Regie und Drehbuch, sind ein außergewöhnlicher Befund — und sie gingen an einen Film, der zugleich das Ende eines Werks markierte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Irène Jacob als Valentine
- Jean-Louis Trintignant als The Judge
- Frédérique Feder als Karin
- Jean-Pierre Lorit als Auguste
- Samuel Le Bihan als Photographer
- Marion Stalens als Veterinarian
- Teco Celio als Bartender
- Bernard Escalon als Record Dealer
- Jean Schlegel als Neighbor
- Elżbieta Jasińska als Woman
Weitere Filme von Krzysztof Kieślowski
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.