Dekalog, Eins (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film |
| Laufzeit | 53 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-05-16 |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (272 Stimmen) |
Worum es geht
Krzysztof lebt getrennt von seiner Frau und zieht seinen Sohn Paweł allein auf. Er ist Universitätsprofessor und überzeugter Anhänger der Computerwissenschaft: Für ihn lässt sich das Leben mathematisch berechnen, eine transzendente Dimension der Wirklichkeit existiert für ihn nicht, einen Gott gibt es nicht, und der Tod ist für ihn schlicht das Aufhören der Gehirnfunktion. Als der nahe Weiher zufriert, will Paweł dort Schlittschuh laufen. Der Vater lässt es nicht beim Wunsch bewenden: Er führt Berechnungen am Computer durch, um die Tragfähigkeit des Eises zu bestimmen, wiederholt sie zur Sicherheit und überprüft das Ergebnis sogar mit einer eigenen Probe. Was folgt, wenn das Eis bricht, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
Der Fernsehfilm entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski. In den Hauptrollen sind Henryk Baranowski als Krzysztof und Wojciech Klata als sein Sohn Paweł zu sehen, an ihrer Seite stehen Maja Komorowska und Artur Barciś.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit Fernsehfilm-Charakter zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Ein enger familiärer Kreis, ein reduziertes Figurenensemble und eine Handlung, die sich um eine einzige, existenzielle Entscheidung verdichtet. Die Konfrontation zwischen einem auf Berechenbarkeit vertrauenden Vater und der Unberechenbarkeit der Natur bildet den Kern der Erzählung. Dass der Vater seine Überzeugung von einer rein rationalen, gottlosen Welt gerade an einem Naturphänomen wie gefrierendem Wasser überprüft, gibt der Geschichte eine klare gedankliche Zuspitzung, ohne dass die Erzählung selbst kommentierend eingreift.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 8,1 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu den höher eingeschätzten Werken seines Genres, wobei die Zahl der Stimmen für ein breiteres Meinungsbild noch begrenzt ist. Seit der Entstehung 1989 sind mittlerweile über drei Jahrzehnte vergangen, was den Titel zeitlich deutlich von aktuellen Fernsehdramen abhebt. Innerhalb der Kombination aus Drama und Fernsehfilm nimmt er durch seine reduzierte, auf eine einzelne moralische Frage zugespitzte Erzählweise eine eigene Position ein.
Bilder







Besetzung & Stab
- Henryk Baranowski als Krzysztof
- Wojciech Klata als Paweł
- Maja Komorowska als Irena
- Artur Barciś als Man in the Sheepskin
- Agnieszka Brustman als Chess Player
- Maciej Borniński als Jacek's Father
- Magdalena Mikołajczak als Journalist
- Maria Gładkowska als English Teacher
- Anna Smal-Romanska
- Ewa Kania als Ewa Jezierska
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Verfügbarkeit
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