Dekalog, Zwei (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film |
| Laufzeit | 57 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-05-16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (201 Stimmen) |
Worum es geht
Eine Violinistin sucht in einer Klinik den Chefarzt auf. Ihr Mann liegt dort mit einer schweren Krebserkrankung, und die Frage, die sie an den Arzt richtet, hat mit dem Kind zu tun, das sie von einem anderen Mann erwartet. Stirbt ihr Mann, will sie das Kind bekommen. Überlebt er, ist sie zur Abtreibung entschlossen. Der Arzt weicht ihr zunächst aus, erst als sie ihm ihre Entscheidung zur Abtreibung ankündigt, sagt er ihr, ihr Mann werde sterben. Die weitere Entwicklung stellt diese Prognose infrage und rührt an die Grundlage, auf der die Frau ihre Entscheidung treffen wollte.
Entstehungsgeschichte
"Dekalog, Zwei" entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski als Fernsehfilm. In den Hauptrollen sind Krystyna Janda, Aleksander Bardini und Olgierd Łukaszewicz zu sehen, Artur Barciś tritt in einer weiteren Rolle auf. Der Film ist als Drama angelegt und Teil einer Reihe von Fernsehproduktionen desselben Regisseurs.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte funktioniert über ein enges Dreieck aus Ärztin und Patient, Ehefrau und Geliebtem, Leben und Tod, das sich an einer einzigen moralischen Frage entzündet: Darf eine medizinische Auskunft über Leben und Sterben zur Grundlage einer Entscheidung über ein ungeborenes Leben werden? Die Konzentration auf zwei Figuren, die sich in einem Krankenhausflur begegnen, und der Verzicht auf eine breitere Nebenhandlung machen deutlich, dass es hier nicht um äußere Ereignisse geht, sondern um die Zuspitzung eines ethischen Konflikts auf einen einzigen Moment der Wahrheit oder Lüge. Dass der Arzt seine Auskunft erst nach der Ankündigung der Abtreibung gibt, verschiebt die Verantwortung zwischen den Figuren und lässt offen, wer hier eigentlich über wen entscheidet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein kleines, aber positiv gestimmtes Publikum hindeutet. Seit der Entstehung 1989 sind mittlerweile 36 Jahre vergangen, was den Film innerhalb des Dramas als frühen Fernsehbeitrag zu einem moralisch zugespitzten Kammerspielstoff ausweist, dessen Fragestellung unabhängig vom zeitlichen Abstand ihre Schärfe behält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Krystyna Janda als Dorota Geller
- Aleksander Bardini als Consultant
- Olgierd Łukaszewicz als Andrzej Geller
- Artur Barciś als Hospital Orderly
- Stanisław Gawlik als Postman
- Krzysztof Kumor als Gynecologist
- Maciej Szary als Apartment Caretaker
- Krystyna Bigelmajer als Nurse
- Jerzy Fedorowicz als Janek Wierzbicki
- Karol Dillenius als Patient
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Verfügbarkeit
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