Ein kurzer Film über das Töten (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-03-11 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (415 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Drei Männer, deren Wege sich auf verhängnisvolle Weise kreuzen: ein zwanzigjähriger junger Mann, ein Taxifahrer und ein Jurist. Der Junge tötet den Taxifahrer. Anschließend steht er vor Gericht, wo ausgerechnet der Jurist seine Verteidigung übernimmt.
Schauplatz ist Warschau, und die Geschichte führt vom Taxi über den Gerichtssaal bis zum Gefängnis. Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Frage nach dem Täter, die von Anfang an beantwortet ist, als die nach dem, was aus der Tat folgt. Wie das Verfahren endet, soll hier nicht verraten werden.
Entstehungsgeschichte
Krzysztof Kieślowski hat den Film 1988 inszeniert. Im Englischen trägt er den Titel „A Short Film About Killing“. Vor der Kamera stehen Mirosław Baka, Krzysztof Globisz, Jan Tesarz und Zbigniew Zapasiewicz. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, was der Schwere des Themas entspricht.
Die Erzählung konzentriert sich auf wenige zentrale Figuren und stützt sich ganz auf das Verhältnis zwischen Täter, Opfer und Verteidiger.
Hinter den Kulissen
Krimi und Drama bilden hier eine enge Einheit. Mord, Gericht, Anwalt und Gefängnis sind die Stationen eines klassischen Kriminalstoffs, doch der Titel verschiebt den Schwerpunkt: Es geht weniger um die Aufklärung einer Tat als um das Töten selbst.
Die Anlage mit drei Männern ist dabei präzise gewählt. Der Taxifahrer steht für das Opfer, der junge Mann für den Täter und der Jurist für die Instanz, die zwischen beiden und dem Staat vermittelt. So wird der Film zur Reflexion über Schuld, Gewalt und Verantwortung, ohne sich auf eine bloße Nacherzählung der Tat zu beschränken. Der nüchtern gehaltene Titel unterstreicht diesen Ansatz: Er kündigt keine spannende Jagd an, sondern eine konzentrierte Betrachtung. Warschau als Schauplatz verortet das Geschehen in einem konkreten städtischen Alltag, in dem sich die Wege von drei sehr verschiedenen Männern kreuzen.
Einordnung & Wirkung
Mit durchschnittlich 7,6 von 10 Punkten wird der Film vom Publikum hoch eingeschätzt. Die Bewertung stützt sich auf einige hundert Stimmen, eine überschaubare, aber belastbare Grundlage für ein so deutliches Ergebnis.
Seit dem Erscheinen sind 38 Jahre vergangen. Im Kriminaldrama steht „Ein kurzer Film über das Töten“ für eine ernste, reflektierende Richtung, die Gewalt nicht als Spannungsmittel nutzt, sondern als Gegenstand der Auseinandersetzung. Wer Filme sucht, die sich schweren moralischen Fragen stellen, findet hier einen konsequenten Vertreter.
Bilder







Besetzung & Stab
- Mirosław Baka als Jacek Łazar
- Krzysztof Globisz als Piotr Balicki
- Jan Tesarz als Waldemar Rekowski
- Zbigniew Zapasiewicz als Committee Chairman
- Barbara Dziekan als Cashier
- Aleksander Bednarz als The Executioner
- Jerzy Zass als Police Commander
- Zdzisław Tobiasz als Judge
- Artur Barciś als Young Man
- Krystyna Janda als Dorota
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Verfügbarkeit
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