Herzflimmern (1971)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Louis Malle |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1971-04-27 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (221 Stimmen) |
Worum es geht
Frankreich in den 1950er Jahren: Laurent Chevalier ist vierzehn und steht mitten in einer Phase, in der sich vieles in seinem Leben gleichzeitig verschiebt. Der Vater hält sich fern, die Mutter überhöht ihn fast, und die älteren Brüder wechseln zwischen Zuneigung und den kleinen Grausamkeiten, die unter Geschwistern üblich sind. Laurent macht in kurzer Zeit mehrere prägende Erfahrungen: eine enttäuschende erste Begegnung mit einer Prostituierten und die Annäherungsversuche eines Priesters. Als bei ihm ein Herzgeräusch festgestellt wird, reist er gemeinsam mit seiner Mutter in ein Kurbad, dessen gesellschaftliches Leben eher an eine Großstadt erinnert als an einen Erholungsort.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1971 unter der Regie von Louis Malle. In den Hauptrollen sind Lea Massari, Benoît Ferreux, Marc Winocourt und Fabien Ferreux zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Komödie deutet an, wie der Stoff angelegt ist: Ein ernstes Thema – das Erwachsenwerden eines Jugendlichen zwischen familiärer Nähe, Übergriffigkeit und erster Sexualität – wird nicht ausschließlich schwer erzählt, sondern mit einem Blick, der auch die absurden und leichten Momente dieser Lebensphase zulässt. Dass die Handlung an eine reale familiäre Konstellation gebunden bleibt – Vater, Mutter, mehrere Brüder – und nicht an ein episodisches Abenteuer, verweist auf eine Erzählweise, die den häuslichen Mikrokosmos in den Mittelpunkt stellt statt äußere Ereignisse. Die Verlagerung der zweiten Hälfte in ein Kurbad mit eigenem gesellschaftlichem Leben öffnet die enge Familienperspektive noch einmal zu einem größeren sozialen Rahmen, ohne den Kern der Geschichte – Laurents Blick auf sich selbst und seine engsten Bezugspersonen – zu verlassen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen, im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl lässt sich der Titel als solide, aber nicht breit diskutierter Vertreter seines Genres beschreiben. Seit der Entstehung 1971 sind über fünfzig Jahre vergangen, was den Film deutlich in die Filmgeschichte der frühen 1970er Jahre einordnet. Innerhalb der Schnittmenge von Drama und Coming-of-Age-Erzählung nimmt er mit seiner unverblümten Behandlung heikler Themen eine Position ein, die sich der reinen Nostalgie entzieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lea Massari als Clara Chevalier
- Benoît Ferreux als Laurent Chevalier
- Marc Winocourt als Marc Chevalier
- Fabien Ferreux als Thomas Chevalier
- Daniel Gélin als Charles Chevalier
- Michael Lonsdale als Father Henri
- Ave Ninchi als Augusta
- Annie Savarin als Cook
- Gila von Weitershausen als Freda, prostitute
- Micheline Bona als Aunt Claudine
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Verfügbarkeit
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