Das Irrlicht (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Louis Malle |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-10-15 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (251 Stimmen) |
Worum es geht
Alain Leroy führt in Paris ein Leben, das von außen betrachtet wenig zu wünschen übrig lässt. Er bewegt sich in einer Welt ohne offensichtlichen Mangel, umgeben von Menschen, Gesellschaft und den Möglichkeiten eines freien Bohème-Daseins. Doch dieser äußere Schein trägt nicht mehr. Innerlich hat Alain mit seinem Dasein abgeschlossen, und der Gedanke an ein Ende seines Lebens begleitet ihn als beinahe folgerichtige Konsequenz seines Zustands. Die Geschichte folgt ihm durch diese Phase, ohne die Schwere seiner Gedanken zu beschönigen oder aufzulösen.
Entstehungsgeschichte
„Das Irrlicht“ entstand 1963 unter der Regie von Louis Malle. In den Hauptrollen sind Maurice Ronet, Léna Skerla, Yvonne Clech und Hubert Deschamps zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt und konzentriert sich auf die innere Verfassung seiner Hauptfigur statt auf äußere Handlung.
Hinter den Kulissen
Dass sich der Film ausschließlich dem Genre Drama zuordnet, ohne Beimischung anderer Erzählformen, unterstreicht die konsequente Konzentration auf den psychischen Zustand einer einzelnen Figur. Die Geschichte ist nicht auf äußere Konflikte oder Wendungen angelegt, sondern auf einen inneren Prozess, der sich über die Dauer des Films entfaltet. Diese Anlage – ein Protagonist, dessen äußere Lebensumstände in scharfem Kontrast zu seinem inneren Zustand stehen – macht den Film zu einer Studie über einen Menschen, der sich von seinem Umfeld bereits gelöst hat, während dieses Umfeld ihn weiterhin unverändert umgibt. Die Besetzung mit vergleichsweise wenigen benannten Figuren deutet zudem auf eine Erzählweise hin, die sich stark auf die Zentralfigur konzentriert und Nebenfiguren nur als Spiegel oder Kontrastfolie einsetzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,6 bei einer noch überschaubaren Anzahl abgegebener Stimmen zeigt sich, dass „Das Irrlicht“ zwar kein breites Massenpublikum erreicht hat, innerhalb seines Kreises aber konstant positiv bewertet wird. Seit der Entstehung des Films sind über sechs Jahrzehnte vergangen, ein Zeitraum, der ihn deutlich von zeitgenössischen Dramen abhebt und ihn in die frühen 1960er Jahre des europäischen Autorenfilms einordnet. Innerhalb des Dramas nimmt er durch seine konsequente Reduktion auf einen inneren Zustand eine eigene Stellung ein, fernab von Genrekonventionen, die auf äußere Konflikte setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Maurice Ronet als Alain Leroy
- Léna Skerla als Lydia
- Yvonne Clech als Mademoiselle Farnoux
- Hubert Deschamps als D'Averseau
- Jean-Paul Moulinot als Dr. La Barbinais
- Mona Dol als Madame La Barbinais
- Pierre Moncorbier als Moraine
- René Dupuy als Charlie (as René Dupuis)
- Bernard Tiphaine als Milou
- Bernard Noël als Dubourg
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Verfügbarkeit
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