Zazie (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Louis Malle |
|---|---|
| Genre | Komödie, Fantasy |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-10-28 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (190 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zazie ist zehn Jahre alt und hat genau einen Wunsch für ihr Wochenende in Paris: einmal mit der Metro fahren. Ihre Mutter hat sie bei Onkel Gabriel untergebracht, um mit ihrem Liebhaber ungestört zu sein, doch der Plan gerät ins Wanken, als die öffentlichen Verkehrsmittel bestreikt werden. Gabriel, eigentlich mit allem gewappnet, merkt schnell, dass die Aufsicht über seine freche Nichte eine Nummer zu groß für ihn ist. So treiben die beiden gemeinsam mit einer Reihe schrulliger Figuren durch das lahmgelegte Paris, eine chaotische Wanderung, die sich von einer Station zur nächsten Unwahrscheinlichkeit steigert.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1960 unter der Regie von Louis Malle. In den Hauptrollen sind Catherine Demongeot als Zazie, Philippe Noiret als Onkel Gabriel sowie Hubert Deschamps und Carla Marlier zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Fantasy verrät, dass hier keine realistische Milieuschilderung von Paris angestrebt wird, sondern ein Spiel mit Logik und Wahrnehmung. Ein bestreikter Untergrund, der ausgerechnet das eine Ziel der Titelfigur verhindert, ist eine erzählerische Setzung, die Zufall und Absurdität ins Zentrum rückt statt einer stringenten Handlung. Dass ein Kind die Erwachsenenwelt vor sich hertreibt statt umgekehrt, kehrt die übliche Ordnung von Aufsicht und Autorität um und macht daraus das eigentliche komische Prinzip des Films. Die Fülle an "skurrilen und schillernden Gestalten", die Zazie und Gabriel begleiten, deutet zudem auf eine episodische, an Begegnungen statt an einem stringenten Plot orientierte Bauweise hin.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer im dreistelligen Bereich liegenden Stimmenzahl bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld – eine Basis, die für eine differenzierte Einschätzung schmal bleibt. Seit der Entstehung 1960 sind über sechs Jahrzehnte vergangen, was den Titel in eine frühe Phase des französischen Kinos jener Zeit stellt. Innerhalb der Schnittmenge von Komödie und Fantasy nimmt er mit seiner Verbindung von kindlicher Hauptfigur und surrealer Großstadterfahrung eine Position ein, die sich von reinen Familienkomödien ebenso abhebt wie von klassischen Fantasy-Stoffen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Catherine Demongeot als Zazie
- Philippe Noiret als Oncle Gabriel
- Hubert Deschamps als Turandot
- Carla Marlier als Albertine
- Annie Fratellini als Mado
- Vittorio Caprioli als Trouscaillon
- Yvonne Clech als Madame Mouaque
- Odette Piquet als La Mère de Zazie
- Nicolas Bataille als Fédor
- Antoine Roblot als Charles
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Verfügbarkeit
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